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Stormarn Unheimliche Unfallserie mit Radfahrern
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20:37 09.05.2014
Bargteheides Fahrradstreife Andreas Niemand demonstriert die Wahlfreiheit: Radfahrer müssen hier nicht den Radweg benutzen.
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Bargteheide

Autofahrer, die hupend und gestikulierend Radfahrer auf den Rad- oder Gehweg zwingen wollen, haben die aktuelle Gesetzgebung verpasst: Eine Pflicht zum Fahren auf dem Radweg gilt nur, wenn Verkehrszeichen (blau mit Radsymbol) dieses ausdrücklich anordnen. Denn das Fahren auf Radwegen ist nicht ungefährlich. „An Zufahrten und Einmündungen werden Radfahrer häufig von herausfahrenden oder abbiegenden Fahrern übersehen“, teilt Karsten Witt von der Polizeizentralstation Bargteheide mit. „Dafür sind drei Unfälle typisch, die sich jetzt in nur drei Tagen in Bargteheide ereignet haben.“ Zwei ereigneten sich in der Alten Landstraße, die Häufung der Zusammenstöße sei jedoch reiner Zufall.

Am Montag, 5. Mai, kam es gegen 18.40 Uhr zu einem Zusammenstoß zwischen einer Neunjährigen, die mit dem Rad unterwegs war, und dem VW eines 47-jährigen Bargteheiders. Das Mädchen folgte seiner Mutter auf dem linken Gehweg der Alten Landstraße in Richtung Ammersbek. Beide wollten die Einmündung der Wurth überqueren. Der Autofahrer wollte abbiegen, hatte die Mutter passieren lassen, das Kind jedoch übersehen. Das Mädchen wurde vom Pkw getroffen und stürzte. Es zog sich dabei leichte Beinverletzungen zu.

Nur einen Tag später kollidierte gegen 15.50 Uhr ein zehnjähriges Mädchen mit ihrem Kinderrad auf dem Fußweg in der Alten Landstraße mit dem Kleinbus eines 49-jährigen Mannes aus Tremsbüttel. Das Mädchen passierte auf dem Gehweg die Ausfahrt des dortigen Discount-Marktes. Der Fahrer des Kleinbusses rollte in Schrittgeschwindigkeit über den Gehweg und hatte das Mädchen übersehen. Durch den Zusammenstoß stürzte das Kind und zog sich leichte Hand- und Beinverletzungen zu.

Und am Mittwoch stieß eine 21-jährige Bargteheiderin mit dem Pkw eines unbekannten Mannes auf dem Gehweg der Lohe zusammen. Die Frau befuhr mit dem Fahrrad den linken Gehweg und passierte die Ausfahrt einer Tankstelle. Sie ging davon aus, dass der Fahrer des in der Ausfahrt stehenden Pkw sie durchlassen würde. Als sie sich direkt vor dem Wagen befand, fuhr dieser jedoch los — und es kam zu einem Zusammenstoß. Sie zog sich leichte Bein- und Handverletzungen zu.

Der Fahrer des Pkw gab ihr am Unfallort seine Telefonnummer zur Schadensregulierung. Offensichtlich ist diese jedoch nicht korrekt. Ob der Fahrer in der Aufregung eine falsche Nummer herausgab oder die Täuschung beabsichtigte, ist nicht bekannt. Die Polizei bittet den Fahrer und gegebenenfalls Zeugen, sich bei der Polizei in Bargteheide unter Telefon 04532/ 70 710 zu melden.

„Auf der Fahrbahn rechts fahrende Räder befinden sich eher im Blickfeld der Kraftfahrer und fahren daher sicherer“, erklärt Verkehrsexperte Karsten Witt weiter. Aus diesem Grunde sei die Verkehrsordnung bereits vor einigen Jahren geändert und die Benutzungspflicht von Radwegen aufgehoben worden. Mittlerweile wurden viele Verkehrsschilder, die die Räder auf die teilweise viel zu schmalen Geh- oder Radwege zwangen, abgebaut. Daher müssten sich die Autofahrer auf Fahrräder auf der Fahrbahn einstellen.

„Das Radfahren auf Gehwegen ist nicht nur grundsätzlich verboten, sondern — wie die Unfälle zeigen — auch gefährlich“, so Witt. Lediglich Kinder bis zum zehnten Geburtstag dürften den Gehweg benutzen, müssten aber beim Überqueren von Einmündungen absteigen und schieben.

Kontrollen geplant
Die Bargteheide Polizei überwacht regelmäßig das Verhalten von Verkehrsteilnehmern, auch von Radfahrern. „Wir werden zunehmend auch Radfahrer gebührenpflichtig verwarnen, die unerlaubt auf Gehwegen fahren“, kündigt Polizeibeamter Karsten Witt an.

Bettina Albrod

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