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Stormarn Unterricht trotz Amokdrohung
Lokales Stormarn Unterricht trotz Amokdrohung
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23:04 09.03.2015
Die Drohung an der Klotür war auch noch falsch geschrieben.
Bargteheide

Sowohl die Schulleitung des Gymnasiums als auch die Polizei nehmen das ernst, gehen aber davon aus, dass am kommenden Donnerstag, 12. März, nichts passieren wird. Allerdings wird die Polizei mit einem größeren Aufgebot an der Schule sein und sehr genau hinschauen, wer dort ein- und ausgeht. Schüler einer fünften Klasse hatten die Schmiererei am vergangenen Donnerstag im Laufe des Vormittags entdeckt und sofort im Sekretariat Bescheid gesagt. Parallel dazu wurde von anderen Schülern auch ein Lehrer unterrichtet.

„Seitens der Schule wurde vorbildlich reagiert, indem sofort die Polizei verständigt wurde“, sagt der Leiter der Bargteheider Polizei, Karsten Witt. Wie ein Lauffeuer hatte sich der Vorfall unter den Schülern verbreitet — und ebenso schnell hatten die Schüler auch selbst die Nachricht und Fotos davon über soziale Netzwerke verbreitet — einschließlich eines Videos. Die Schulleitung informierte die Eltern in einer Rundmail über diese Drohung. Zuvor hatten Schule, Stadt und Polizei an einem Tisch gesessen und erörtert, wie man damit umgehen wolle.

In einem Sonder-Telegramm informierte die Schule nicht nur über den Vorfall, sondern teilte auch mit, dass man sich entschieden habe, den Unterricht am 12. März nicht ausfallen zu lassen. „Wie ernst man das nehmen muss, können wir abschließend nicht beurteilen. Wir stehen aber in ständigem Kontakt mit der Polizei und gehen davon aus, dass nichts passieren wird“, sagt die Schulleiterin des Kopernikus-Gymnasiums, Brigitte Menell.

Einige der 3000 Schülerinnen und Schüler, die hier das Gymnasium, die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule, die Dietrich-Bonhöfer-Gemeinschaftsschule und die Emil-Nolde-Grundschule besuchen, werden möglicherweise am Donnerstag zu Hause bleiben, ist von den Schülern und ihren besorgten Eltern zu hören. Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren, um den Verfasser ausfindig zu machen.

Und am Donnerstag wird die Polizei da sein: „Wir nehmen die Sorgen der Schüler, der Eltern und auch der Lehrer ernst und werden deutlich Präsenz zeigen“, so Polizeichef Witt.

Nicht die erste Drohung
Die Amokdrohung am Kopernikus- Gymnasium in Bargteheide ist nicht die erste solcher Drohungen in der Gegend. Erst im Januar hatte ein Unbekannter eine Amokdrohung für das Gymnasium in Glinde und der Sönke-Nisse-Gemeinschaftsschule am dortigen Schulzentrum ausgesprochen.
Zur gleichen Zeit wurde diese Drohung auch für die Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule in Barsbüttel in die Welt gesetzt. In Glinde und Barsbüttel fiel daraufhin der Unterricht an einem Tag komplett aus. Polizeibeamte mit Maschinenpistolen sicherten die Eingänge, Hundeführer patrouillierten um die Schule. Am Tag darauf zeigte die Polizei noch einmal Präsenz. Es gab es Einlasskontrollen gemeinsam mit den Lehrkräften. Die Polizei bestätigte, dass die Ermittlungen in diesem Fall eingestellt worden sind. jeb

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