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Stormarn Verfolgungsjagd: Polizei stoppt flüchtigen Fahrer mit sechs Schüssen
Lokales Stormarn Verfolgungsjagd: Polizei stoppt flüchtigen Fahrer mit sechs Schüssen
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16:37 20.06.2019
Die Polizei konnte den Mann nur mit Waffengewalt stoppen. Quelle: hfr
Witzhave

Es war in der Nacht zum Mittwoch kurz nach 0 Uhr, als Beamte der Polizeistation Trittau beabsichtigten, einen Audi A4 im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle im Bereich des Gewerbegebietes Braak / Stapelfeld anzuhalten. Der Fahrer missachtete jedoch die Anhaltezeichen mit eingeschaltetem „STOP POLIZEI“ inklusive Blaulicht und Yelp-Signal und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit. Die Beamten nahmen daraufhin die Verfolgung auf.

Die Verfolgungsfahrt führte durch die Ortschaften Braak, Stemwarde, Neuschönningstedt nach Witzhave. In der Ortschaft Neuschönningstedt überfuhr der junge Mann eine rote Ampel und hätte beinahe einen Unfall verursacht. Der andere Fahrer reagierte jedoch blitzschnell und wich aus.

In der Zwischenzeit hatten die Polizeibeamten durch einen weiteren Funkstreifenwagen mit zwei Beamten der Polizeistation Glinde Verstärkung bekommen. Das weiterhin flüchtende Fahrzeug wurde schließlich im Bereich der Möllner Landstraße in Witzhave auf ein landwirtschaftliches Gehöft gelenkt. Die eingesetzten Beamten versperrten die Grundstücksausfahrt, um dem Fahrzeugführer den Rückweg abzuschneiden.

Flüchtiger fuhr auf die Beamten zu

Dieser setzte unterdessen seine Flucht fort und kollidierte dabei auf dem Grundstück mit einer abgestellten Schaufel für Frontlader. Dennoch versuchte er sich weiter der Kontrolle zu entziehen.

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen hatten die Beamten für die Durchführung der Kontrolle ihre Streifenwagen bereits verlassen, als der Mann gezielt auf einen der Polizeibeamten zugefahren sein soll. Deshalb zögerten die Polizisten nicht lang und gaben insgesamt sechs Schüsse aus ihren Dienstwaffen ab – fünf in Richtung des linken Hinterreifens des flüchtenden Fahrzeugs und einen in dessen Windschutzscheibe, die ungefähr mittig durchbohrt wurde.

„Verletzt wurde durch die Schüsse niemand. Es gelang jedoch auf diesem Wege, das Fahrzeug zu stoppen und anschließend den Fahrer festzunehmen“, sagte Polizeisprecher Holger Meier. Bei dem Fahrer handelt es sich um einen 22-jährigen Mann aus Hamburg.

Verfolgung und Schüsse

Erst vor wenigen Wochen war es in Ahrensburg und Großhansdorf zu einer Verfolgungsfahrt gekommen. Auch hier waren Drogen im Spiel sowie offenbar auch ein Tankbetrug. Die Polizei stoppte das Auto schließlich, indem es von der Straße gedrängt wurde.

In Glinde wiederum zielte ein Mann mit einer Waffe auf Polizeibeamte. Diese konnten den Angreifer nur durch Schüsse in dessen Beine stoppen.

Im Innenraum des Autos wurden Anhaftungen festgestellt, bei denen es sich möglicherweise um Betäubungsmittelrückstände handeln könnte. Im Rahmen weiterer Ermittlungen wurden noch in der Nacht die elterliche Wohnung auf Usedom sowie die Wohnanschrift des 22-jährigen in Hamburg durchsucht. In der Hamburger Wohnung fanden die Beamten eine drogenähnliche Substanz (weißes Pulver) in einer geringen Menge sowie eine Schreckschusspistole mit der dazu gehörigen Munition und beschlagnahmten alles.

Fahrer verweigert die Aussage

Er wird nun wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung und wegen des Verdachts einer Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz gegen den 22-jährigen ermittelt. Dieser macht bislang von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Nach der Entnahme einer Blutprobe sowie einer erkennungsdienstlichen Behandlung wurde er wieder entlassen, da die Voraussetzungen für die Beantragung eines Untersuchungshaftbefehls nicht vorlagen.

Staatsanwaltschaft und Polizei bitten die Person, die mit ihrem Fahrzeug zu der angegebenen Zeit in Neuschönningstedt die Kreuzung zur Möllner Landstraße (Haidkrugkreuzung) befahren hat und dem flüchtenden Fahrzeug ausweichen musste, um eine Kollision zu verhindern, sich bei der Kriminalpolizeistelle Ahrensburg unter 04102/8090 zu melden.

Markus Carstens

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