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Stormarn Vier Kampf—Kandidaturen bei der CDU
Lokales Stormarn Vier Kampf—Kandidaturen bei der CDU
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00:00 27.01.2013
Von Uwe Krog
Der Andrang war größer als zunächst Stühle zur Verfügung standen. Stormarns CDU zeigte Selbstbewusstsein im Pferdestall.
Viele Stühle

Selbstbewusst, kämpferisch geben sich Stormarns Christdemokraten vor der Kommunalwahl im Mai. Gestern im Ammersbeker Pferdestall legten sie ihre Direktkandidaten für den Kreistag fest und stellten die Liste auf.

Erwartungsgemäß wird sie von Fraktionschef Joachim Wagner angeführt. Seit 16 Jahren gilt Wagner als „Turbo der Fraktion“. Und das, sagte er in seiner extrem kurzen Bewerbung, möchte er bleiben.

Der Applaus der insgesamt 250 stimmberechtigten Mitglieder war lang und laut. Doch die neue Zuschneidung der Wahlkreise von ehedem 29 auf nunmehr 25 führte im Wahlkreis Nordstormarn, in Oldesloe-Land, in Großhansdorf und Barsbüttel zu vier Kampfkandidaturen zwischen je zwei Bewerbern, die mindestens für Karin Roden (63) aus Grabau mit einer für sie sichtbar bitteren Pille endete.

Seit 1994 im Kreistag unterlag sie mit ihrer erneuten Bewerbung der sehr viel jüngeren Kirstin Krochmann (37) haushoch. Die selbstständige Immobilienverwalterin aus Eichede punktete in der CDU mit dem Satz: „Ich möchte die Fraktion in der Generation der unter 50-Jährigen stärken.“ Das Durchschnittsalter der Christdemokraten in Stormarn liegt bei knapp unter 53.

Parteiinterne Irritationen legte die überraschende Kandidatur von Albert Iken aus Hamberge gegen den Manager Detlev Hinselmann aus Pöhls frei. Zwar verlor Amtswehrführer und Nordstormarns Amtsausschussmitglied Iken mit nur 42 zu 198 Stimmen gegen den eloquenten Geschäftsführer eines Unternehmens in Ahrensburg. Hinterher hieß es von der Parteibasis aber, Iken habe sich nur deshalb als Gegenkandidat aufstellen lassen, weil sich einige Parteifreunde im nördlichsten Stormarner Wahlkreis von Hinselmann nur unzureichend vertreten fühlten.

Mit dem Versuch wohl das einzufordern, Hinselmann vor versammelter CDU „ein paar Fragen zu stellen“ scheiterte Paul Friedrich Beeck aus Hamberge allerdings in dieser Situation. Eine Kandidatenbefragung sei jetzt nicht möglich, hieß es von der Bühne, wo der Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann das Prozedere moderierte. Sehr viel geräuschloser hingegen stimmte Stormarns CDU der Bewerbung ihrer langjährigen Reinfelder Mitstreiterin Gabi Felkner zu. Seit 20 Jahren politisch aktiv und seit 2003 im Kreistag will sie ihre „gesamte Kraft für den Kreis Stormarn einsetzen“. Ebenso dürfte es für erfahrene Haudegen wie Wolfgang Gerstand aus dem Wahlkreis Oldesloe Nord weitergehen. Seit 1994 wirkt er für Christdemokraten im Kreistag. Ohne Probleme akzeptierten seine Parteifreunde auch Armin Baghai (43) als Kandidaten für Bad Oldesloe West und Uwe Möllnitz im Wahlkreis Bad Oldesloe West: „Ich hoffe es läuft für die CDU bei uns einen Tick besser als jetzt in Niedersachsen.“

Die Partei soll nach dem Willen von Maik Neubacher, der in Ahrensburg West kandidiert, „ein Stachel im Fleisch der Küstennebel-Fraktion sein“. Damit meinte er die derzeitige Landesregierung, die der CDU-Kreisvorsitzende Claus Brandt zuvor vor allem wegen „ihrer Kehrtwendung bei den Kompetenzen für die Gemeinden“ kritisierte.

„Wir“, und das bezog sich auf die vorherige Landesregierung, „haben den Gemeinden mehr Kompetenzen gegeben. Die jetzt haben sie ihnen wieder genommen.“ Doch Entscheidungen müssten dort getroffen werden, wo sie am besten getroffen werden könnten, eben in den Gemeinden.

Kritik übte Brandt auch an der Finanzpolitik der Landesregierung. Er mahnte einen sorgsameren Umgang mit dem Geld an. „Wir haben unter Finanzminister Rainer Wigard“, der ebenfalls zu den Gästen bei diesem Parteitag gehörte, „finanzielle Einschnitte unternommen.“ Die jetzige Regierung sehe eine Neuverschuldung von 450 Millionen Euro vor. „Das wird unseren Widerstand geben.“

Der Kreisvorsitzende versprühte Selbstbewusstsein: „Wir sind inhaltlich auf einem guten Weg. Wir sind am 26. Mai die Nummer eins im Kreis Stormarn.“

Mit neuen Gesichtern allerdings. Zumindest Kreispräsidentin Christa Zeuke tritt nicht mehr an. Nichts sei „schlimmer als weggelobt zu werden“, hatte sie bereits Tage vor diesem Parteitag angekündigt.

Erhalten bleibt Stormarns Christdemokraten nun aber doch die Erfahrung eines Uwe Rädisch (73). Rädisch hatte zwar seinen Rückzug aus der Politik bereits angekündigt. Doch jetzt steht er immer noch auf der Kreistagswahlliste. Allerdings eher im Hintergrund. Als Ersatzmann auf Platz 36.

250 Stimmberechtigte haben sich entschieden
musste Kreisgeschäftsführer Markus Matthießen und sein Team schleppen. Grund war der große Andrang beim Kreisparteitag der Stormaner CDU. Weit mehr als 250 Mitglieder waren nach Ammersbek gekommen, um die Kandidaten für die Kreistagswahl zu küren.

Die Kandidaten, Platz 1: Joachim Wagner aus Oststeinbek, Platz 2: Hans-Werner Harmuth aus Bargteheide, Platz 3: Kirstin Krochmann aus Steinburg, Platz 4: Maik Neubacher aus Ahrensburg, Platz 5: Hans-Helmut Enk, Platz 6: Ulrike Stentzler aus Lütjensee.

Weiter auf der Liste stehen Wolfgang Gerstand, Jürgen Lamp, Gabi Felkner, Mark-Oliver Potzahr, Lukas Kilian, Maria Hengst, Stefan Dehns, Otto Kiehl, Claudia Rahtje, Winfried Gerke, Armin Baghai, Gudrun Steinmann, Hermann Butzke, Jürgen Kinza, Janne Bollingberg, Bernd Freytag, Detlev Hinselmann, Bettina Spechtmeyer-Högel, Uwe Möllnitz, Volkmar Dietel, Patrick Ziebke, Sylvia Schindowski, Torsten Fuhr, Jakob Pape, Laura May, Hans-Jürgen Bendfeldt, Sebastian Bünger, Niklas Schwab Uwe Rädisch und Torben Schmahl.

Der CDU-Kreisvorsitzende Claus Brandt zollte den unterlegenen Bewerbern seinen Respekt. „Wir sind in der komfortablen Lage, dass wir mehr geeignete Kandidatinnen und Kandidaten haben, als Wahlkreise zur Verfügung stehen.“ Auch wenn es für den Betroffenen im ersten Moment enttäuschend sein mag, so funktioniere Demokratie. „Ich bin stolz darauf, dass so viele Mitglieder von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben“, sagte Brandt.

Uwe Krog

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