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Stormarn Vier-Millionen-Investition: Caravan-Center öffnet an der A 1
Lokales Stormarn Vier-Millionen-Investition: Caravan-Center öffnet an der A 1
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21:46 19.07.2018
„Wir freuen uns auf die Eröffnung in Wesenberg und sind gespannt auf die Resonanz“, sagt Geschäftsführer Horst Spiertz. Quelle: Fotos: Britta Matzen
Reinfeld/Wesenberg

Das neue Caravan & Reisemobil Center gehört zum Eutiner Unternehmen Auto und Freizeit Nord. Auf 10000 Quadratmetern Frei- und 800 Quadratmetern Innenfläche werden hier ab 24. Juli vom Kastenwagen bis zum Luxus-Appartement auf Rollen 200 Reisemobile in den unterschiedlichsten Kategorien zu bewundern sein. „Kastenwagen nutzen viele im Alltag. Bei unserem neun Meter langen Luxusmodell hat man schon eine Dreizimmer-Wohnung mit Lounge, Schlafzimmer, Dusch- und WC-Bereich und entsprechender Küchenzeile“, sagt Geschäftsführer Horst Spiertz. Heutzutage seien Reisemobile zudem so multimedial, dass man Klimaanlage oder Heizung aus der Ferne einschalten könne. „Das erwartet der Kunde auch“, so Spiertz. Preislich fangen die Einsteigermodelle bei 30000 Euro an und gehen hoch bis 120000 Euro.

Das Gewerbegebiet Stubbendorf direkt am Autobahnanschluss Reinfeld ist schon bald um eine Attraktion reicher. Am Dienstag, 24. Juli, eröffnet das neue Caravan & Reisemobil Center. Damit wird die Reinfelder Nachbargemeinde Wesenberg zum Mekka für Camper.

Seit 20 Jahren ist das Unternehmen Auto und Freizeit in Eutin ansässig. „Dort haben wir mit Caravanen, Reisemobilen und Pkw angefangen und uns vor anderthalb Jahren entschieden, dass wir uns weiterentwickeln und nach Stormarn gehen wollen“, so Spiertz. Im Gewerbegebiet Stubbendorf biete das Unternehmen neun Marken der Trigano-Gruppe an, die eine der größten Reisemobil- und Wohnwagenhersteller sei. „Das ist einzigartig in Europa“, so Spiertz. Sun Living, Adria, Sterckeman, Roller Team, Challenger, Eura Mobil, Karmann, Mobilvetta und Forster gehörten dazu.

Generation 60 plus – das sei früher der typische Camping- und Caravan-Kunde gewesen, berichtet der Unternehmer. „Doch seit einigen Jahren boomt der Freizeitsektor mit Camping- und Reisemobilen. Das liegt daran, dass die Leute heute anders Urlaub machen. Sie wollen Freiheit und Grenzenlosigkeit erfahren. Wir haben auch junge Familien, die zu uns kommen, die Mitte 30 sind und ein Reisemobil kaufen.“ Zunächst würden sie die Camper für eine Zeit testen, was im neuen Caravan & Reisemobil Center möglich sei, da eine ADAC-Mietstation angeschlossen werde. Spiertz: „Der Kunde kann bei uns erst ausprobieren und im Anschluss kaufen.“

Vom Standort Wesenberg war das Eutiner Unternehmen gleich angetan. „Das Gewerbegebiet ist gut entwickelt, auch die Lage begeisterte uns. Wir sind im Einzugsgebiet von Hamburg, Stormarn, Lübeck und durch die Anbindung A 20 auch von Mecklenburg-Vorpommern.“ Was Spiertz zudem als sehr positiv empfand, war die Reaktion der Bürgermeisterin aus Wesenberg. „Karin Dettke hat uns wirklich das Gefühl gegeben, dass wir herzlich willkommen sind.“

Mit der Firma Berger als Mieter, die auf 1000 Quadratmetern eine Erlebniswelt für Camper anbiete, seien sie bestens aufgestellt. „Wir möchten dem Kunden eine ganzheitliche Betreuung anbieten. Wir wollen nicht nur Fahrzeuge verkaufen, wir haben auch eine Werkstatt und sind gleichzeitig Fiat Professional-Händler und damit zuständig für die Fahrgestelle. Das bedeutet: Der Kunde hat einen Ansprechpartner“, so Spiertz. Er müsse nicht nur wegen des Aufbaus vorbeikommen, sondern er könne auch gleichzeitig sein Fahrzeug warten lassen. „Außerdem werden wir auch Fiat-Transporter verkaufen“, teilt der Unternehmer mit.

Vier Millionen Euro hat Auto und Freizeit Nord am Stormarner Standort investiert. Nach neuestem Standart wurde auf dem 15000 Quadratmeter großen Gelände eine Halle aus Beton errichtet. Mit einem Team von zwölf Mitarbeitern geht das Caravan & Reisemobil Center im Gewerbegebiet Stubbendorf am 24. Juli an den Start. Spiertz: „Die Leute wurden alle bei uns in Eutin eingearbeitet. Wir empfanden es als gar nicht schwierig, Mitarbeiter zu finden. Im Gegenteil: Es ließen sich viele für unser Projekt begeistern. Das war für uns eine ganz tolle Erfahrung. Aber man muss natürlich auch entsprechend gut bezahlen, damit der Mitarbeiter davon leben kann und glücklich zur Arbeit kommt.“

Von Britta Matzen