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Stormarn Volleyball-Aktion an der Theodor-Mommsen-Schule
Lokales Stormarn Volleyball-Aktion an der Theodor-Mommsen-Schule
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23:31 24.01.2019
"So ist die richtige Bewegung beim Pritschen", erklärt Trainerin Virginia Pretzel (ganz rechts). Henry, Julius, Amelie und Caja (v.l.) passen genau auf.
"So ist die richtige Bewegung beim Pritschen", erklärt Trainerin Virginia Pretzel (ganz rechts). Henry, Julius, Amelie und Caja (v.l.) passen genau auf. Quelle: Sandra Freundt
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Bad Oldesloe

„Volleyball? Hab ich bisher höchstens am Strand gespielt“ – erklärte die zwölfjährige Amelie und gehörte damit zur Mehrheit der knapp 150 Siebtklässler, die jetzt an der zweieinhalb stündigen Volleyball-Trainingseinheit des Schleswig-Holsteinischen Volleyballverbandes (SHVV) in der Heinrich-Vogler-Halle teilnahmen. „Kleine Riesen on tour“ heißt das Projekt, mit dem der Verband Nachwuchssorgen und sinkenden Mitgliedszahlen entgegenwirken will. Jetzt –im dritten Jahr –machte die Aktion nach Schilksee und Bordesholm erstmals in Bad Oldesloe an der Theodor-Mommsen-Schule Station. „Es heißt zwar Volleyballsichtung, uns ist aber vor allem wichtig, die Zusammenarbeit von Schulen und Vereinen zu fördern. So ist das Ziel hier, die Kinder mit den Grundlagen von Volleyball vertraut zu machen und an der TMS eine Volleyball-AG zu gründen“, erklärt SHVV-Präsident Bernd Neppeßen, der direkt vor Ort war. In Zusammenarbeit mit dem Sportprofil des E-Jahrgangs, Profil-Lehrerin Marion Kretschmer und dem Volleyballclub Bad Oldesloe (VCBO) machten die meisten der Siebtklässler tatsächlich erste Berührungen mit dem Volleyballsport. An drei Stationen erlernten sie unter Anleitung von Trainerin Virginia „Gini“ Pretzel, hauptamtlicher Trainerin des VCBO, dem leitenden Landestrainer Stefan Hömberg und den Schülern des Sportprofils den Aufschlag von unten, sowie das richtige Baggern und Pritschen. „Den Ball nicht zu fangen, sondern ihn direkt zu pritschen, ist gar nicht so einfach. Damit haben tatsächlich viele Kinder Schwierigkeiten“, stellte Pretzel dabei fest. Sie erklärte daher geduldig Schritt für Schritt die richtige Handführung für diese Bewegung.

Sichtung in der Vogler-Halle

Erst skeptisch, dann viel Spaß

„Als ich von diesem Sporttag mit Schwerpunkt Volleyball hörte, war ich schon etwas skeptisch“, gibt Caja zu. Die Zwölfjährige hatte vorab noch keine Volleyballerfahrung, fand die knapp drei Stunden Einführung in diese Sportart dann aber doch ganz gut. Auch Freundin und Klassenkameradin Amelie (12) hatte viel Spaß, der AG beitreten, wird sie jedoch nicht: „Ich hab´ein Pony, das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch“, erklärt die Siebtklässlerin. HSV-Fan Henry (13) hätte sich zwar lieber ein Fußball-Turnier gewünscht, war bei den Übungseinheiten dann aber begeistert bei der Sache und findet „Volleyball als Freizeitaktivität gut“. Dass er schon öfters am Strand Volleyball gespielt hatte, zeigte sich bei Julius. Der 12-jährige nahm die Bälle ohne groß zu überlegen direkt mit der Pritsch- und Baggerhaltung an. Ob er der AG beitreten wird, weiß er aber noch nicht: „Ich mach mit Mountainbikefahren und Parcours schon viele andere Sachen.“

Grundlage zur AG-Gründung geschaffen

Heike Barg, 2. Vorsitzende des VCBO und Mutter der ehemaligen Jugendnationalspielerin und einstigen TMS-Schülerin Johanna Barg, freute sich, dass die Grundstimmung am „Riesen-Aktionstag“ so gut war. „Alle hatten Spaß und haben begeistert mitgemacht“, sieht sie eine gute Basis für die AG-Gründung. „Johanna hat damals dreimal die Woche im Verein trainiert, dann noch die Punktspiele am Wochenende absolviert. Inzwischen hat sich die Gesellschaft aber verändert, heutzutage wollen die Familien flexibler sein und sich durch feste Trainingszeiten nicht einengen lassen“, erklärt sie sich die allgemein rückläufigen Mitgliederzahlen im Vereinsport. Mit einer AG in der Schule wäre damit nicht nur eine Alternative geschaffen, sondern würde die Verbindung zwischen Verein und Schule auch wieder vertieft werden. „Anmeldungen zur Volleyball-AG, die jeweils dienstags 7./8. Stunde stattfinden wird, werden ab sofort entgegengenommen“, macht TMS-Lehrerin Marion Kretschmer direkt Nägel mit Köpfen.

Sandra Freundt

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