Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Von Bad Oldesloe nach New York: Cynthia Wrage bei der Uno
Lokales Stormarn Von Bad Oldesloe nach New York: Cynthia Wrage bei der Uno
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:23 13.02.2017
Die Simulation findet im Sheraton-Hotel in New York statt. Der letzte Tag ist jedoch immer im Gebäude der Vereinten Nationen selbst. Quelle: Foto: Tu Chemnitz/hfr
Bad Oldesloe

„Ich habe Interesse an internationalen Beziehungen, Sprachen sowie internationaler Politik und mich dann für das Studium an der TU in Chemnitz entschieden“, berichtet die 22-Jährige, die 2013 ihr Abitur an der Theodor-Mommsen-Schule in Bad Oldesloe gemacht hat und ihrem Heimatort immer noch sehr verbunden ist. „Ich habe schließlich meine Kindheit dort verbracht. Meine Freunde und Familie wohnen zudem immer noch in Bad Oldesloe. Zudem mag ich die Nähe zur Nord- und Ostsee sowie zu Hamburg.“

 

Nimmt knapp zwei Wochen lang am größten internationalen Planspiel in den USA teil: Cynthia Wrage aus Bad Oldesloe (22).

Doch statt nach Hamburg geht es für Cynthia Wrage demnächst nach New York. Denn dorthin wird die Technische Universität Chemnitz bereits zum 14. Mal eine Delegation zu der National Model United Nations-Konferenz (NMUN) schicken. Diese wird im Rahmen der ältesten, größten und professionellsten Simulation der Vereinten Nationen mit mehr als 5500 studentischen Teilnehmern aus der ganzen Welt über aktuelle Herausforderungen und Konfliktherde der Weltpolitik debattieren und gemeinsam Lösungen entwickeln. „Erneut präsentieren Studierende von Hochschulen aus 41 Ländern einen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen und vertreten bestmöglich das ihnen zugewiesene Land mit seinen Interessen und Positionen. Die Arbeit der Organisation wird dabei so realitätstreu wie möglich simuliert“, erklärt Mario Steinebach, Pressesprecher der Chemnitzer Uni.

„Für mich ist NMUN eine großartige Gelegenheit, einen direkten Einblick in die weltpolitischen Geschehnisse und die Arbeit der Vereinten Nationen zu bekommen“, erklärt Cynthia Wrage. „Ich sehe dieses Projekt als eine außergewöhnliche Erfahrung, in der ich entgegen des eher theorielastigen Studiums in der Praxis erfahren kann, wie internationale Politik funktioniert.“ Sie freue sich sehr, Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen und mit ihnen gemeinsam die Aufgaben und Herausforderungen der NMUN zu bewältigen.

„Im letzten Jahr habe ich ein Auslandssemester in Russland absolviert und bin jetzt sehr gespannt, in die USA zu reisen und neben der Simulation natürlich auch New York und Washington kennenzulernen“, erzählt Cynthia Wrage. Während der knapp zwei Wochen in New York und Washington sind zudem einige Termine in Botschaften und verschiedenen anderen Institutionen geplant, aber natürlich gibt es auch ein bisschen Freizeit, um die Städte kennenzulernen.

„Persönlich erhoffe mir von den insgesamt einjährigen Vor- und Nachbereitungen auf die Simulation und natürlich auch von der NMUN an sich, dass ich viele Kenntnisse in Bezug auf Verhandlungsgeschick, Präsentationstechniken und die diplomatische Arbeit erlernen oder vertiefen kann“, sagt die 22-Jährige. Aber darüber hinaus seien die Erfahrungen und Eindrücke, die man während der Teilnahme an einem so großen internationalen Projekt gewinnen wird, die größte Motivation.“

Und wer weiß, vielleicht knüpft Cynthia Wrage vor Ort interessante Kontakte. Denn sie wisse zwar noch nicht genau, wohin es sie nach dem Studium ziehe. „Aber internationale Organisationen wie die EU oder die Arbeit in einer Nichtregierungsorganisation, einer NGO, würden mich schon sehr interessieren.“ M. Carstens

LN