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Stormarn Wahl zur Miss Germany: Kandidatin aus Stormarn bleibt im Rennen
Lokales Stormarn

Wahl zur Miss Germany: Kandidatin aus Stormarn unter Top 80

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16:00 08.11.2021
Wencke Nottmeyer, Schulsozialpädagogin aus Stormarn, will Miss Germany werden.
Wencke Nottmeyer, Schulsozialpädagogin aus Stormarn, will Miss Germany werden. Quelle: Lutz Roeßler
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Bargteheide

Vier von sechs Kandidatinnen aus Schleswig-Holstein sind bei der Wahl zur Miss Germany eine Runde weiter, darunter Wencke Nottmeyer aus Stormarn. Die 34-Jährige aus Steinburg ist bei 160 Bewerberinnen unter die Top 80 gekommen. Bis zum 4. November konnte jeder seine Stimme für eine Kandidatin abgeben, ab jetzt entscheidet die Jury.

Live-Auftritt in Hamburg

„Ich freue mich“, sagt Wencke Nottmeyer, die als Schulsozialpädagogin in Bargteheide arbeitet. Viele Menschen haben dafür gestimmt, dass sie weiterkommt. „Zuvor gab es einen Live-Auftritt in Hamburg, wo sich ein Team einen Eindruck von uns verschafft hat, dabei waren auch Jury-Mitglieder.“ Auf einem Social-Media-Kanal musste Wencke Nottmeyer spontan drei Fragen beantworten: „Worauf bin ich stolz? Wohin möchte ich reisen? Was bedeutet für mich female empowerment?“ Stolz sei sie auf ihre Schwester, die zwei Jahre älter sei und schon viele Hürden gemeistert habe. „Sie ist für mich ein Vorbild.“

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Hochzeit im nächsten Sommer

Reisen möchte sie nach Indonesien. „Da war ich schon einmal in einem touristisch wenig erschlossenen Landesteil, und da habe ich meinen Heiratsantrag bekommen.“ Seit fünf Jahren ist Wencke Nottmeyer mit ihrem Freund zusammen, den sie bei ihrem Hobby Kampfsport kennen gelernt hat. „Nächsten Sommer wollen wir heiraten, wenn wir eine Location finden. Durch Corona haben viele Paare ja ihre Hochzeit aufgeschoben.“

Die Frage nach dem female empowerment bringt Wencke Nottmeyer zurück zur Miss-Wahl und zu dem, wofür sie eintritt. „Wir sind alle Frauen mit Stärken, die sich für etwas einsetzen, was die Welt besser machen kann“, erklärt sie. „Wir inspirieren einander und unterstützen uns gegenseitig.“ So hätten auch diejenigen ihnen Glück gewünscht, die jetzt ausscheiden müssen. „Andere haben bereits eigene Unternehmen gegründet und geben uns Einblicke, dadurch habe ich viel gelernt, was ich ohne sie nicht wüsste.“

Wencke Nottmeyer setzt sich für den Klimaschutz ein. Quelle: Lutz Roeßler

Klimaschutz als Anliegen

Der Klimaschutz gehört zu den Anliegen, die der Stormarner Kandidatin besonders am Herzen liegen. „Meine Mission ist die Nachhaltigkeit“, erklärt sie. „Wir befinden uns mitten in einem Überlebenskampf, darauf soll auch die zukünftige Miss Germany aufmerksam machen. Sie wird in den Medien präsent sein und kann das Thema auf vielen Ebenen öffentlich machen. Es ist wichtig, jetzt noch das Ruder rumzureißen.“ Auch ihre Mitbewerberinnen würden sich für wichtige Themen einsetzen. „Einige wollen Tabus brechen zum Thema sexualisierte Gewalt oder setzen sich für Toleranz ein. Eigentlich treten alle für wichtige Themen ein.“

Beim Thema sexualisierter Gewalt sei sie auch beruflich aktiv. „Seit August müssen alle Schulen ein Schutzkonzept zum Thema sexualisierte Gewalt vorlegen“, erklärt Wencke Nottmeyer, „daran arbeiten wir auch in Bargteheide.“ Dabei gehe es um den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, der zumeist in der Familie oder im Freundeskreis stattfinde. „Man weiß aus Untersuchungen, dass die Betroffenen sich anderen anvertrauen, aber erst beim siebenten Mal Gehör finden.“ Hier sollen Pädagogen für das Thema sensibilisiert werden. Präventionsarbeit sei an Schulen besonders wichtig, betont die Miss-Kandidatin. „Schule hat da eine Chance, weil man dort alle Kinder vor sich sieht.“ Das gelte auch für Themen wie richtige Ernährung oder den Klimaschutz.

Nächste Entscheidung am Freitag

Am kommenden Freitag entscheidet sich, ob Wencke Nottmeyer auch unter die Top 40 kommt. „Ich muss mich per Video noch einmal fünf Minuten lang mit meinen Anliegen vorstellen“, sagt sie, „dann entscheidet die Jury.“ Sie wünscht sich, in die Top 20 zu kommen, denn diese Kandidatinnen dürfen ein Personality-Camp absolvieren. „Das entscheidet sich am 28. November.“ Jetzt schon habe die Miss-Kandidatur ihr viel gebracht. „Ich habe viele interessante Menschen kennen gelernt, und es haben sich alte Kontakte von früher wieder gemeldet, die mir sehr nett Glück gewünscht haben. Das macht mich froh.“

Von Bettina Albrod