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Stormarn Reinfeld: Neue Ampelschaltung für die Zubringer-Kreuzung
Lokales Stormarn Reinfeld: Neue Ampelschaltung für die Zubringer-Kreuzung
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14:21 01.04.2019
Reinfeld bekommt endlich die Bahnbrücke. Doch diese Maßnahme stellt die Stadt vor neue verkehrstechnische Herausforderungen. An der Kreuzung B 75/Feldstraße/ Autobahnzubringer sind Staus programmiert, da die Bahnquerung den Verkehr vom Zuschlag auf die Feldstraße verlagert. Der Knotenpunkt des BAB-Zubringers soll deshalb angepasst werden, um Behinderungen zu vermeiden. Quelle: Britta Matzen
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Reinfeld

In Reinfeld ist ein großes Projekt geplant. 2020 soll mit dem Bau einer Brücke von der Feldstraße bis zur Bahnhofstraße begonnen werden, damit der Schranken-Übergang in der Straße Am Zuschlag geschlossen werden kann. Das Projekt stellt die Stadt vor neue verkehrstechnische Herausforderungen. Denn die Bahnquerung bewirkt eine Verlagerung des Verkehrs aus der Mahlmannstraße und der Straße Am Zuschlag in die Feldstraße.

Wie soll man künftig mit der Kreuzung Lübecker Chaussee (B 75)/Feldstraße/Autobahn-Zubringer verfahren? Mit dieser Frage beschäftigte sich jetzt der Stadtentwicklungsausschuss. „Das Problem ist, dass durch den Bau der Brücke an diesem Knotenpunkt logischerweise mehr Verkehr entsteht“, erläuterte Ausschussvorsitzender Dr. Stefan Weber (SPD). Ein Dauerstau gleich am Ortseingang? Das wäre ein Albtraum für die Autofahrer.

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20 531 Fahrzeuge rollen täglich über die Kreuzung

Zur Entscheidungsfindung, wie man künftig mit der Kreuzung am Autobahn-Zubringer verfahren will, hat die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Leistungsfähigkeit des Knotenpunkts untersuchen sollte. Ein Neumünsteraner Verkehrsplanungsbüro hat sich zunächst mit den Zahlen genau auseinandergesetzt. An einem normalen Werktag im September 2018 wurden die Fahrzeuge an der Autobahnzubringer-Kreuzung gezählt. Ergebnis: 20 531 Fahrzeuge rollen dort täglich entlang, davon 1053 Lkw. Laut Prognosen, die auf den Pkw-Szenarien von Shell basieren, soll der Pkw-Verkehr bis 2030 um weitere vier Prozent zunehmen, der Schwerlastverkehr mit mehr als drei Tonnen sogar um 11,1 Prozent. Dabei staut sich der Verkehr an Reinfelds Zubringer-Knoten zu den Stoßzeiten jetzt schon.

Ampel oder Kreisverkehr?

„Bei der Analyse kam heraus, dass es im Prinzip zwei mögliche Lösungen gibt, um den Verkehr an dieser Stelle zu entlasten. Die eine wäre eine Ampelkreuzung mit einem geänderten Programm, wie die Ampel geschaltet wird. Die zweite Lösung wäre ein Kreisel. Beides ist machbar“, sagte Weber. Auch eine Kostenschätzung für beide Variationen sei vom Planungsbüro vorgestellt worden. „Für eine neue Ampelanlage müssten wir ungefähr 130 000 Euro einplanen, ein Kreisel würde mindestens mit 800 000 Euro zu Buche schlagen. Der Kreisverkehr wäre also deutlich teurer“, fasste der Ausschussvorsitzende zusammen.

Reinfelder Bildungsausschuss tagt

Die Mitglieder des Reinfelder Bildungsausschusses kommen am Dienstag, 2. April, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Neuen Rathauses zusammen. Das Thema Schule steht bei ihrer Sitzung im Mittelpunkt. Auf der Tagesordnung stehen die Jahresberichte der Schulsozialarbeit an allen drei Reinfelder Schulen. Daneben wird über das weitere Vorgehen in Sachen Digitalisierung gesprochen, über bauliche Veränderungen an der Matthias-Claudius-Schule und über den Zustand der Lehrküche an der Immanuel-Kant-Schule. Des Weiteren geht es um die Erhebung von Benutzungsgebühren für die Offene Ganztagsschule der MCS.

Die Erneuerung der Ampelanlage wird zu großen Teilen vom Bund übernommen, da die Lübecker Chaussee eine Bundesstraße ist. Weber: „Wenn eine neue Kreuzung gebaut werden würde, müsste die Stadt Reinfeld die Kosten übernehmen, die zusätzlich zur Ampelanlage entstehen.“

Linksabbieger wird verlängert

Der Stadtentwicklungsausschuss entschied sich daher mehrheitlich für die kostengünstigere Variante. Dass nämlich künftig am Knotenpunkt B 75/Feldstraße/BAB-Zubringer eine Ampelanlage bleibt. „Wir haben uns dafür ausgesprochen, dass nur das Programm entsprechend erneuert wird. Gegebenenfalls werden noch entlastende Baumaßnahmen auf der Zufahrt von der Autobahn stattfinden, indem möglicherweise der Linksabbieger verlängert wird, sodass es keinen Rückstau gibt“, sagte der Ausschussvorsitzende. 

Britta Matzen

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