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Stormarn Westumgehung: Planfeststellung erst nächstes Jahr
Lokales Stormarn Westumgehung: Planfeststellung erst nächstes Jahr
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17:00 11.11.2019
Claus Christian Claussen (CDU) Quelle: dpa
Bargteheide

Das Anhörungsverfahren zum Bau des dritten Abschnitts der Westumgehung in Bargteheide soll noch in diesem Jahr eingeleitet werden. Das teilte Claus Christian Claussen, CDU- Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Stormarn Nord, jetzt mit. Der Weiterbau der Straße hatte sich verzögert, weil erst Maßnahmen zum Fledermausschutz getroffen werden mussten und sich dann die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Planfeststellungsbeschluss geändert hatten.

Gespräch mit Minister Bernd Buchholz

Claussen hatte sich im Hinblick auf die Planung des dritten Abschnittes der Westumgehung in Bargteheide an den Minister für Wirtschaft und Verkehr, Dr. Bernd Buchholz, gewandt. „Inzwischen liegt eine Antwort des Ministers vor“, heißt es in der Mitteilung. Danach ist die Vorprüfung der Unterlagen durch das Amt für Planfeststellung bereits abgeschlossen worden und das Anhörungsverfahren soll noch in diesem Jahr eingeleitet werden. „Einen Planfeststellungsbeschluss wird es 2019 daher nicht mehr geben", sagte Claussen. „Der weitere Zeitablauf wird natürlich vom Verlauf des Anhörungsverfahrens abhängen."

Nach Auskunft des Ministers sei eine Neukartierung der ökologischen Unterlagen nach dem derzeitigen Stand nicht erforderlich, der Vorhabenträger habe jedoch die Unterlagen auf Plausibilität zu prüfen. „Das Vorhaben ist für Bargteheide verkehrspolitisch nach wie vor von zentraler Bedeutung“, sagte Claussen. „Mit der Realisierung des dritten Abschnittes wird es dann auch zu spürbaren Entlastungseffekten für die Innenstadt kommen. Deshalb werde ich auch weiterhin den Fortgang des Verfahrens aufmerksam beobachten."

Stadt weiß nichts von Anhörung

Der Stadt Bargteheide liegen noch keine Informationen dazu vor. „Der erneute Prüfbericht des Amtes für Planfeststellung Verkehr (APV) ist mit Schreiben vom 7. Oktober 2019 am 9. Oktober 2019 bei der Stadt eingegangen und an die beteiligten Planungsbüros zur Prüfung der im Prüfungsbericht aufgelisteten Anmerkungen weitergeleitet worden“, teilt Stadtsprecher Alexander Wagner mit. Diese Prüfung dauere aktuell weiter an. Erforderliche Anpassungen der Planunterlagen könnten seitens das Stadt als Vorhabenträgerin erst nach Klärung des Ergänzungs- beziehungsweise Korrekturaufwands vorgenommen werden.

„Ob dies noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann, ist ungewiss. Der Stadt liegen keine Informationen des Landes beziehungsweise des APV hinsichtlich des Anhörungsverfahrens vor.“ Die Stadt habe selbstverständlich ein großes Interesse an der zügigen Realisierung des Projektes zur Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur Bargteheides.

Verzögerungen im Bau

Im Verlauf des Baus der Westumgehung war es zu mehreren Verzögerungen gekommen. Spott und Kritik brachte den Planern der „Bargteheider Buckel“ ein, der an der Einmündung der neuen Westumgehung in die Alte Landstraße entstanden war. Die steile Erhöhung wurde 2013 nachgebessert und abgeflacht. Der zweite Teilabschnitt wurde 2014 fertig gestellt. Als im Zuge des A 20-Baus nach einer Klage von Naturschutzverbänden neue Kriterien beim Fledermausschutz galten, mussten die Gutachten für den dritten Bauabschnitt nachgebessert werden, um rechtssicher zu sein. Außerdem war der Bau von Flughilfen notwendig, um zu verhindern, dass die Tiere mit Lkw kollidieren. Schließlich änderten sich zum 1. Januar 2018 die Vorschriften zur Umweltverträglichkeit, was zu einer weiteren Verzögerung führte – ursprünglich sollte mit dem Bau des dritten Abschnitts 2017 angefangen werden.

Mit dem Bau der Westumgehung in drei Abschnitten hatte die Stadt vor acht Jahren begonnen. Damals startete der Bau des 800 Meter langen ersten Teilstückes zwischen der B 75 und der Alten Landstraße. 2014 folgte die Fortsetzung mit einer 1,3 Kilometer langen Trasse bis zur Jersbeker Straße. Weitere 1,7 Kilometer Straße von der Jersbeker bis zur Lübecker Straße fehlen noch, dazu kommt ein Stück des Fischbeker Wegs. Nach der Fertigstellung kann der Verkehr vollständig um die Innenstadt herum geführt werden.

Von ba

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