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Stormarn Wettbewerb für die neue Feuerwache
Lokales Stormarn Wettbewerb für die neue Feuerwache
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15:00 22.08.2019
Ein alter Knick auf dem Gelände der neuen Feuerwache soll erhalten bleiben. Quelle: Bettina Albrod
Bargteheide

Für den Bau einer neuen Feuerwache in Bargteheide soll nach Beschluss durch die Stadtvertretung europaweit ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Das hat der Hauptausschuss der Stadt am Mittwoch mehrheitlich beschlossen. Ziel soll es dabei sein, möglichst unter der Höchstgrenze von knapp 15 Millionen Euro Baukosten zu bleiben, die dafür veranschlagt sind. Die Summe wurde deshalb aus dem Beschluss gestrichen.

15 Standorte wurden geprüft

Die neue Feuerwache soll neben dem Seniorendorf in der Bahnhofstraße südlich der Theodor-Storm-Straße gebaut werden. „An diesem Standort ist auch unter Berücksichtigung der künftigen Siedlungsentwicklung Bargteheides die Erreichbarkeit innerhalb der Hilfsfrist mit 95 Prozent ermittelt worden, vorgeschrieben sind mindestens 85 Prozent“, heißt es in der Vorlage. Die neue Feuerwache soll 2026 bezugsfertig sein. Vorher muss allerdings noch ein Grundstück dazu gekauft werden. Die Stadt hatte den jetzigen Standort nach Prüfung von 15 weiteren Grundstücken ausgewählt.

An dieser Stelle soll die neue Feuerwache gebaut werden. Quelle: Stadt Bargteheide

In die Planungen waren Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr über eine Arbeitsgruppe „Neubau Feuerwache“ einbezogen worden. Nötig wird der Neubau, weil die Wache im Hilfszentrum nicht mehr den Vorgaben der Unfallversicherung entspricht und weil sie für die modernen Fahrzeuge zu klein geworden ist. Die ursprünglich geplante Erweiterung des Seniorendorfes mit zwei mehrgeschossigen Gebäuden sowie der Neubau eines Parkplatzes als Ergänzung zum Utspann-Parkplatz können aufgrund von Naturschutzauflagen nicht umgesetzt werden. Ein erhaltenswerter Knick auf dem Grundstück führt außerdem dazu, dass die neue Wache dreigeschossig in die Höhe, statt in die Breite gebaut wird.

Baubeginn 2024

„Bei Zustimmung durch die Stadtvertreter könnte 2020 ein europaweiter Architektenwettbewerb unter externer Begleitung durchgeführt werden“, erläuterte Jürgen Engfer, Fachbereichsleiter im Bereich Planung, Umwelt und öffentliche Sicherheit in Bargteheide. Die Ergebnisse des Architektenwettbewerbes würden einer Jury vorgelegt, die sich aus Vertretern von Politik, Verwaltung und Feuerwehr zusammen setzt. Die endgültige Entscheidung würde dann erneut von den Stadtvertretern getroffen. „Mit Baubeginn ist dann 2024 zu rechnen, Ende 2025 könnte der Bau fertig werden, sodass Anfang 2026 der Einzug erfolgen könnte.“

Sowohl die hohen Kosten – ursprünglich war man von fünf Millionen Euro Baukosten ausgegangen – als auch der Zeitplan führten zu vielen Nachfragen aus der Politik. „Ist die europaweite Ausschreibung nötig?“, fragte Mathias Steinbeck (CDU) und erfuhr, dass die bei Projekten ab 5,9 Millionen Euro vorgeschrieben ist. Jürgen Weingärtner (SPD) schlug vor, auf den Wettbewerb zu verzichten, um damit Zeit zu sparen. „Es handelt sich um ein reines Zweckgebäude, dort soll nicht schön gebaut werden.“ Enger erklärte, dass dann alle Bauphasen einzeln beschlossen werden müssten, was keine Zeitersparnis sei. „Wir brauchen außerdem einen Ansprechpartner für alles, falls es Haftungsfragen gibt“, ergänzte Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht.

Stadtvertreter tagen

Am Donnerstag, 29. August, treffen sich die Stadtvertreter um 19 Uhr im Stadthaus, um endgültig über den Bau der Feuerwache zu entscheiden.

Kritisch wurde auch die hohe Baukostenschätzung von 14,9 Millionen Euro gesehen. „Der hohe Kostenrahmen führt dazu, dass dann keiner mehr sparen will“, gab Weingärtner zu bedenken. Norbert Muras (WfB) erinnerte daran, dass die Baukosten kontinuierlich stiegen und bis 2024 deutlich höher lägen als jetzt. „14,9 Millionen Euro sind richtig antizipiert, wir müssen mit realen Zahlen rechnen.“ Dennoch beschloss die Mehrheit, die Summe in der Ausschreibung zunächst nicht zu nennen.

Der Feuerwehr wird es zu eng: Die Nutzung des jetzigen Hilfszentrums ist noch offen. Quelle: ba

Abstimmungs-Panne

Die Bargteheider Stadtvertreter haben in ihrer Sitzung am 27. Juni versehentlich über einen falschen Satzungs-Entwurf zur Bildung eines Kinder- und Jugendbeirats abgestimmt. „Ihnen lag die vorletzte Fassung statt der letzten Fassung der Satzung vor“, erklärte Stadtsprecher Alexander Wagner zu Beginn des Hauptausschusses am Mittwoch. In der aktuellen Fassung sei die Regelung zur Entschädigung gestrichen worden – darüber soll gesondert bestimmt werden. Nun sollen die Stadtvertreter erneut darüber abstimmen: Der Hauptausschuss beschloss am Mittwoch einstimmig, den Beschluss der Stadtvertreter vom 27. Juni aufzuheben, und empfiehlt den Stadtvertretern, bei ihrer Sitzung am 29. August die aktuelle Satzung zu beschließen.

Was mit dem alten Standort der Feuerwache passiert, ist noch offen. „Die Verwaltung empfiehlt ab August 2021 eine kommunalpolitische Beratung über die weitere Verwendung des Hilfszentrums am alten Sportplatz“, sagte Engfer. Es kämen eine Umnutzung oder ein Abriss und eine Vermarktung des Grundstückes für mehrgeschossigen, teilweise öffentlich geförderten, Wohnungsbau in Frage. Dafür wäre eine Änderung des Bebauungsplanes erforderlich. „Die DLRG, die derzeit dort untergebracht ist, könnte möglicherweise auch im Neubau des Freibads neue Räume finden.“

Von Bettina Albrod

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