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Stormarn Wieder Kino im Kleinen Theater
Lokales Stormarn Wieder Kino im Kleinen Theater
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20:00 12.08.2019
Ab 18. August gibt es im Kleinen Theater in Bargteheide wieder Kino. Quelle: Bettina Albrod
Bargteheide

Im „Kleinen Theater“ in Bargteheide gibt es ab sofort wieder Kinoprogramm: Am Sonntag, 18. August, wird um 16 Uhr im Rahmen der Eröffnungsgala für die Spielzeit der Film „Nachtzug nach Lissabon“ in Anwesenheit des Bargteheider Produzenten Günther Russ gezeigt. Danach gibt es an fünf Tagen die Woche jeweils um 17 Uhr und um 19.30 Uhr Kinoprogramm. Damit geht der Kinobetrieb nach dem Weggang von Hans-Peter Jansen im Dezember nach acht Monaten Pause nun weiter. Betrieben wird das Kino vom Trägerverein des Kleinen Theaters, der dafür eine Arbeitsgemeinschaft gebildet hat.

Bürger bestimmen Programm mit

„Wir wollen ein Bürgerkino von Bürgern für Bürger anbieten“, erläutert Norbert Ohl vom Trägerverein das Konzept. Eine Arbeitsgruppe aus sechs Bargteheidern kümmere sich um die Programmgestaltung, für die jeder Bürger Filmwünsche abgeben kann. Angestrebt sei ein Arthouse-Programm, kein Actionkino. Dazu gehört, dass einmal im Monat wieder „Der besondere Film“ angeboten wird, der aus dem Seniorenkino hervor gegangen ist. Jeden letzten Sonntag im Monat soll ein Klassiker über die Leinwand flimmern, den Auftakt machen „Spiel mir das Lied vom Tod“ im August und „Casablanca“ im September. „Jeden ersten Dienstag im Monat wollen wir außerdem einen Film im Original mit Untertiteln zeigen“, kündigt Ohl an. „Yesterday“ auf Englisch macht den Anfang. Sonnabend und Sonntag kommen jeweils um 15 Uhr Filme für Kinder und Jugendliche dazu, nicht zu vergessen aktuelle Kinoproduktionen wie „Once upon a time in Hollywood“ von Quentin Tarantino.

Das Kleine Theater in Bargteheide. Quelle: Bettina Albrod

„Wir beginnen mit zwei Schwerpunkten im Programm“, sagt Ohl. Zum einen sei wiederholt der Wunsch geäußert worden, Filme aus dem ersten Halbjahr nachzuholen, als der Kinobetrieb still stand. Zum anderen liege ein Themenschwerpunkt auf Natur und Umwelt. „Wir wollen sehen, wie das angenommen wird.“ „Die Wiese“, „Die Magie der Wildpferde“ oder „Checker Tobi“ gehören zu diesen Filmen; bei „Checker Tobi“ wird außerdem der Kameramann dabei sein, der die Unterwasseraufnahmen gemacht hat. Auch bei der Schulkinowoche im November will Bargteheide mit Vormittagsprogramm für die Schüler dabei sein. Jungregisseur Melvin Jäpel wird schließlich ein Kurzfilmfestival ausrichten, bei dem jeder bis zum 30. November einen Kurzfilm bis zu 15 Minuten Länge einreichen kann. Die Ergebnisse werden am 29. Februar gezeigt.

Neuer Projektor wurde gefördert

Möglich wird der Kinobetrieb, weil die Stadt mittlerweile einen neuen Projektor angeschafft hat. Jansen, der für sein Kinoprogramm regelmäßig ausgezeichnet worden war, hatte seinen Projektor beim Auszug mitgenommen. Damals hatte er seinen Pachtvertrag wegen eines Streits über die Saalbelegung nicht mehr verlängert. Die Stadt hat den neuen Projektor finanziert. „Die Stadt will den Kulturstandort Bargteheide stärken und in das Kleine Theater Bargteheide investieren“, erklärte Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht. Das sei ein Kulturmagnet, der noch weiter gestaltet werden solle. Möglich mache das unter anderem der große ehrenamtliche Einsatz des Vereins.

Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht, Norbert Ohl und Melvin Jäpel mit dem neuen Projektor. Quelle: Bettina Albrod

Insgesamt seien 110 000 Euro in die Tontechnik und in die Anschaffung eines neuen Projektors geflossen, so die Verwaltungschefin. „55 000 Euro gibt es als Förderung aus Landesmitteln dazu.“ Dazu kommen 15 000 Euro für eine digitale Anzeigetafel und 8500 Euro für die Neugestaltung des Innenhofs. Nachgedacht wird auch über eine Verlegung des Eingangs, um den Zugang barrierefreier zu gestalten. Dann kann auch wieder Popcorn angeboten werden, dessen Geruch derzeit den Restaurantbetrieb stören würde.

Neues Theaterprogramm

Auch das Theaterprogramm für die neue Spielzeit ist erschienen. Bei einer Gala am Sonntag, 18. August, um 16 Uhr werden spezielle Programmpunkte als Häppchen vorgestellt. Kabarett, Lesung, Schauspiel und Konzerte sowie „Der Norden singt“ sind dabei. Das Programm findet sich im Internet und liegt als Flyer aus.

Für das Kino hat der Trägerverein sein Team erweitert. Theater, Kino und Restaurant wollen künftig enger kooperieren und damit ein Konzept aufnehmen, das die frühere Leiterin des Hauses, Kirsten Martensen, erdacht hat. An den Themenabenden werden Programm und Essen koordiniert. Am 27. September geht es mit Tango mit Menü im Restaurant los.

Von Bettina Albrod

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