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Stormarn Windstrom-Autobahn: Sie verläuft über die 220-kV-Trasse
Lokales Stormarn Windstrom-Autobahn: Sie verläuft über die 220-kV-Trasse
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21:17 22.04.2015
Stellte die Pläne in Bad Oldesloe vor: Robert Habeck. Quelle: Uwe Krog

Bad Oldesloe — Die geplante 380-kV-Trasse für Windstrom soll auf der bereits bestehenden 220-kV-Stromtrasse zwischen Stockelsdorf und Henstedt-Ulzburg im Kreis Segeberg verlaufen. Das teilte Energiewendeminister Robert Habeck gestern Abend in der Oldesloer Festhalle mit.

In Stormarn betroffen sind Orte wie Mönkhagen, Pöhls in der Gemeinde Rehhorst und Travenbrück, im Süden des Kreises Segeberg sind es Wakendorf I und der Bereich Oering. Beim Abwägen der Vor- und Nachteile aller 15 untersuchten Alternativen habe sich der 500 Meter breite Planungskorridor neben der bestehenden Leitung „als konfliktärmste Variante herausgestellt“, sagte Lex Hartman vom Netzbetreiber Tennet. „Zu so einem frühen Zeitpunkt bereits vertiefte Kenntnisse des Planungsraumes vorliegen zu haben, ist ein besonderes Resultat des Dialogs“, fügte er hinzu. Konfliktfrei wird auch dieses Verfahren nicht verlaufen, Widerstand regt sich vor allem in Mönkhagen.

Seit November waren Gemeinden und Interessenverbände aufgefordert, Stellung zu nehmen zu den drei möglichen Korridoren zwischen Lübeck und Hamburg. 650 Vorschläge sind bei den neun Veranstaltungen eingegangen. „Wir wissen, dass Transparenz und Dialog auf Dauer nur funktionieren, wenn die lokale Mitgestaltung sichtbar wird und später im Idealfall auch im Projekt realisiert werden kann“, so Hartman. Auf diese Weise hoffen Habeck und Netzbetreiber Tennet den Widerstand betroffener Gemeinden zu minimieren. „Mit dem Dialogverfahren Ostküstentrasse weit vor dem formalen Genehmigungsverfahren sind wir mit den Betroffenen neue Wege gegangen“, sagte Habeck. Für den ersten Abschnitt werde nun der Stab an Tennet übergeben.

Ziel auch dieser zweiten Dialogphase sei es, kontinuierlich über die Planungen zu informieren sowie die Betroffenen in die Planungen des Trassenverlaufs einzubeziehen — und damit alle Möglichkeiten auszuschöpfen, Fragen zu beantworten und Konflikte frühzeitig zu erkennen und nach Lösungen zu suchen. Tennet werde weiterhin die betroffenen Regionen beteiligen, versprach Hartman.

Die Ostküstenleitung soll Engpässe im Netz beheben und die wachsende Menge Windstrom abtransportieren. Habeck rechnet mit einem Zuwachs in der Region von 500 auf 1500 Megawatt. Die Leitung soll von 2018 an gebaut werden, in der Region nördlich von Lübeck ab Mitte 2019. Fraglich ist nun noch der Standort eines notwendigen stärkeren Umspannwerkes bei Stockelsdorf.

Die vielfache Forderung nach Erdkabeln an manchen Stellen statt der bis zu 70 Meter hohen Masten hat Minister Habeck an das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin zur Prüfung vorgelegt.

ukk

Über die Diskussion berichten wir in der morgigen LN-Ausgabe.

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