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Stormarn Wo in Nordstormarn neuer Wohnraum entsteht
Lokales Stormarn Wo in Nordstormarn neuer Wohnraum entsteht
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06:10 14.10.2019
In Badendorf gleich am Ortseingang soll auf grüner Wiese ein Neubaugebiet entstehen. Alle Grundstücke sind jedoch schon vergeben. Quelle: Britta Matzen
Reinfeld

Überall in Stormarn sind Grundstücke heiß begehrt, auch in den Kommunen Nordstormarns. „Eigentlich wollen sich alle Gemeinden weiter entwickeln. Viele sind schon in der Vorbereitung“, sagt Amtsdirektor Stefan Wulf.

In Badendorf wird bald ordentlich gebuddelt. Am Ortseingang, wo jetzt noch eine Wiese ist, entsteht das neue Baugebiet Mitteltor. 19 Einfamilienhäuser sind dort geplant. Badendorf vermarktet das Neubaugebiet selbst. Die 19 Grundstücke sind laut Auskunft des Badendorfer Bürgermeisters Volker Brockmann bereits alle reserviert. Vor allem Einheimische seien dabei zum Zug gekommen. „Größtenteils gehen die Grundstücke an Badendorfer, aber ein paar Auswärtige sind auch dabei. Jetzt warten sie alle auf den Vertrag und dass es endlich losgeht“, so Brockmann.

Mehrgenerationen-Quartier in Reinfeld

Auf dem Areal des ehemaligen Kreisaltenheimes am Kaliskaweg 2 in Reinfeld ist ein Großprojekt geplant. Ein Mehrgenerationenquartier soll auf dem 23000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen – mit 50 Wohneinheiten für seniorengerechtes und betreutes Wohnen sowie 45 bis 50 Wohneinheiten für Familien. Investitionsvolumen: 22,9 Millionen Euro. In den etwa 100 barrierefreien Wohnungen soll Jung und Alt nicht nur hoher Komfort geboten, sondern durch zahlreiche Serviceangebote eine selbstständige Lebensführung bis ins hohe Alter ermöglicht werden. „Mit dem Baubeginn rechne ich Anfang 2020“, teilt der Bauamtsleiter der Stadt Reinfeld, Stephan Kruse, mit.

Neues Baugebiet für Badendorf

Die Ausschreibung musste allerdings wiederholt werden. „Die Erschließungskosten waren so teuer geworden, dass es weit über dem geplanten Betrag lag. Das Ausschreibungsverfahren wurde aufgehoben und wiederholt“, so Amtsdirektor Wulf. Der Zuschlag ist erfolgt. Im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten starten.

Auch Feldhorst will mehr Wohnraum schaffen. Ein kleines Baugebiet mit vier Einzelhäusern ist dort geplant.

Bauboom in Hamberge

Die Gemeinde Hamberge erlebt einen richtigen Bauboom. Am östlichen Ortsrand Richtung Lübeck wurde 2015 der erste Spatenstich für das Baugebiet Haferkoppel getätigt. 69 der 76 Grundstücke, die die Gemeinde selbst vermarktete und erschloss, gingen weg wie warme Semmeln. Sieben Parzellen waren lange noch zu haben, da es Probleme mit tiefhängenden Stromleitungen der Schleswig-Holstein-Netz AG gab. „Die werden aber dieses Jahr noch bebaut“, teilt Wulf mit.

Aus der ehemaligen Gaststätte Traveblick in Hamberge wird eine Wohnanlage. Quelle: Britta Matzen

Eine neue hochwertige Wohnanlage mit Blick auf die Trave wird am westlichen Ortseingang auf dem Gelände der Traditionsgaststätte Traveblick entstehen. „Geplant ist die Errichtung von barrierefreien Eigentumswohnungen für Singles und Senioren sowie eine Gewerbeeinheit“, teilt Oliver Drieske, Bau- und Projektleiter vom Investor BPB, mit. 32 Wohnungen sollen es aktuell sein, 2020 sollen die Baumaschinen anrollen.

Darüber hinaus hat Hamberge weitere Baugebiete im Visier. 30 Wohneinheiten sollen laut Auskunft des Amtes Nordstormarn noch dazukommen.

Heidekamp: 28 Häuser auf grüner Wiese

In Heidekamp entwickelt die Firma Bauland im kommenden Jahr 15 Einzelhäuser. „Das wurde erweitert. Da sind noch vier Doppel- und neun Einzelhäuser dazugekommen. Somit sind wir bei 28 Häusern, die am Ortseingang auf grüner Wiese entstehen“, erläutert Stefan Wulf.

Mönkhagen stellt auch Überlegungen für ein Neubaugebiet an. Die Gemeinde ist derzeit in der Phase des Grunderwerbs. Wulf: „Circa 30 Einzelhäuser sollen dort entstehen, wobei noch nicht ganz klar ist, wann das losgehen soll und wer dafür zuständig ist.“

Barnitz, Westerau, Rehhorst und Klein Wesenberg seien ebenfalls interessiert, sich weiter zu entwickeln. „Sie wollen alle Wohnraum anbieten. Durch die Lage ist Nordstormarn sehr gefragt. Vor allem die Randgemeinden in der Nähe von Lübeck und Reinfeld, das spiegelt sich dann auch in den Preisen wider“, sagt der Amtsdirektor. In Hamberge stehe der Preis aktuell bei 190 Euro pro Quadratmeter erschlossenem Baugrundstück. Es gebe aber durchaus auch Baugrundstücke für 120 Euro pro Quadratmeter in anderen Gemeinden.

„Wir entwickeln uns zwar nicht so schnell wie andere Gemeinden im Südkreis. Aber wir gehen davon aus, dass wir entgegen der kleinräumigen Bevölkerungsprognose weiterwachsen“, ist Amtsdirektor Stefan Wulf zuversichtlich.

Gemeinden dürfen um 15 Prozent wachsen

Hintergrund: Zum 31. Dezember 2017 hat der Landesentwicklungsplan alles wieder auf Null gesetzt. „Die Zählung fängt sozusagen wieder von vorn an. Die Gemeinden dürfen wieder um 15 Prozent wachsen“, erläutert Wulf. Ausgenommen seien die Dörfer auf der Entwicklungsachse – Wesenberg und Hamberge. „Die dürfen unbegrenzt größer werden.“

Die Gemeinden Nordstormarns sind im Schnitt um sechs Prozent seit 2015 gewachsen. Das hat Amtsdirektor Stefan Wulf errechnet. Einige Gemeinden nehmen jedoch eine Sonderstellung ein. Hamberge zum Beispiel: Nirgendwo in Nordstormarn ist die Einwohnerzahl so gewachsen wie in dieser Kommune. Seit 2015 hat die Gemeinde um fast 20 Prozent zugelegt. Auch Heidekamp ist um zehn Prozent seit 2015 gewachsen“, so Wulf. Überdurchschnittlich hätten sich auch Badendorf, Klein Wesenberg und Westerau entwickelt.

Das Amt zählte am 31. Dezember 2015 10 761 Einwohner. „Wir sind aktuell bei 11 434 Einwohnern, Stichtag 29. Juli 2019.“

Von Britta Matzen

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