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Stormarn Wohnhaus in Wohltorf brennt nieder – Frau gefunden, Retter suchen nach vermisstem Mann
Lokales Stormarn Wohnhaus in Wohltorf brennt nieder – Frau gefunden, Retter suchen nach vermisstem Mann
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16:06 23.05.2019
Ein Wohnhaus in Wohltorf (Kreis Herzogtum Lauenburg) hat am frühen Donnerstagmorgen gebrannt. Es ist dabei komplett zerstört worden. Augenzeugen berichten von einer Explosion. Die Feuerwehr suchte nach Vermissten. Quelle: Christoph Leimig
Wohltorf

Steine, Bretter und Möbelstücke liegen auf dem Rasen, eine Hauswand ist herausgerissen und verkohlte Ziegel sind vom Dach gerutscht: Ein Feuer in einem Wohnhaus in Wohltorf (Kreis Herzogtum Lauenburg) hat große Schäden verursacht. Die Feuerwehr suchte am Donnerstag noch nach einem vermissten Mann, nachdem die Polizei die verreiste Bewohnerin ausfindig machen konnte.

Anwohner hätten am frühen Morgen gegen 4.20 Uhr einen lauten Knall gehört. Danach stand das Haus in Flammen, wie ein Polizeisprecher sagte. Mindestens eine Person wurde demnach vermisst. In dem Haus sollen eine Frau und ein Mann leben. Laut Thomas Grimm, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Herzogtum Lauenburg, konzentriert sich die Suche auf den Mann: „Wir suchen definitiv nach einem Mann. Die Frau befindet sich voraussichtlich im Urlaub.“ Unklar blieb zunächst, ob er sich zum Zeitpunkt des Feuers im Haus aufhielt. Am Vormittag waren Personenspürhunde der ASB-Ortsgruppe Braak (Kreis Stormarn) im Einsatz und halfen bei der Suche nach dem Mann. Deren Einsatz ist mittlerweile beendet. Zur Zeit sucht ein Hundeführer der Polizeidirektion Ratzeburg mit einem Leichenspürhund den Trümmerberg ab.

Ein Wohnhaus in Wohltorf (Kreis Herzogtum Lauenburg) hat am frühen Donnerstagmorgen gebrannt. Es ist dabei komplett zerstört worden. Augenzeugen berichten von einer Explosion. Die Feuerwehr suchte nach Vermissten.

Explosion möglich

Bilder vom Brandort vermittelten den Eindruck einer Explosion – das Haus wurde stark zerstört, Möbelstücke und Trümmer lagen im Vorgarten. Die Polizei wollte am Morgen allerdings nicht bestätigen, dass es eine Explosion gab. Zur Ursache von Knall und Brand gab es zunächst keine Erkenntnisse. Die Löscharbeiten dauerten am Donnerstagmorgen noch an, rund 30 Einsatzkräfte sind noch vor Ort. Auch ein Räumtrupp des Technischen Hilfswerk ist im Einsatz. „Das THW baggert die groben Trümmer zur Seite und die Feuerwehrleute durchsuchen dann den feineren Schutt“, sagt Pressesprecher Thomas Grimm. Brandexperten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen und suchen nach der Brandursache.

Experten haben den Keller untersucht – ohne Ergebnis

Mittlerweile ist es der Polizei gelungen, die Frau zu erreichen. Sie befand sich tatsächlich auf einer Urlaubsreise und soll von der Polizei am Bahnhof Wohltorf in Empfang genommen werden. Allerdings verdichten sich die Hinweise darauf, dass der Mann noch unter den Trümmern liegt. „Das Auto steht noch neben dem Haus und der Mann ist heute nicht zur Arbeit erschienen“, sagt Karsten Wagner, Einsatzleiter der Polizei. Die Rettungskräfte haben inzwischen einen Zugang zum Keller freigelegt, um auch dort nach dem Mann und einer möglichen Brandursache zu suchen. Björn Albrecht, Fachberater des Technischen Hilfswerks Mölln, ist mit Leichenspürhund „Akita“ in den Keller gestiegen, um nach dem Mann zu suchen. Beide haben ihn nicht gefunden. Der Keller soll aber weitgehend intakt gewesen sein. Aus dieser Tatsache leitet Feuerwehrsprecher Thomas Grimm ab, dass sich die mutmaßliche Explosion im Erdgeschoss oder im ersten Stock des Gebäudes ereignet hat. Der vermisste Mann könnte also noch unter dem noch nicht untersuchten Schuttberg liegen.

Gegen 15.30 Uhr dann die Lautsprecherdurchsage an alle Retter: „Die Suche wird eingestellt“. Für die Männer und Frauen der Feuerwehr und die Spezialisten des Technischen Hilfswerkes ist die Suche vorbei, für die Polizei wird sie weitergehen – aber erst am Freitag. Dann wird der technische Zug der Polizei anrücken und die Brandruine Stein für Stein umgraben, um sicher zu gehen, dass der vermisste Mann nicht unter den Trümmern liegt. Die Brandruine ist abgesperrt, die Polizei wird nachts verstärkt Streife fahren.

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