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Stormarn In Zarpen gründet sich ein Pfadfinderstamm
Lokales Stormarn In Zarpen gründet sich ein Pfadfinderstamm
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13:41 14.03.2019
Am Sonntag, 17. März, werden rund um die Zarpener Kirche Schwarzzelte aufgebaut. Die Kirchengemeinde feiert ab 10 Uhr einen großen Festgottesdienst anlässlich der Gründung des Pfadfinderstammes „Zarpener Wölfe". Quelle: Wolffson/HFR
Zarpen

Am Sonntag, 17. März wird der Pfadfinderstamm die „Zarpener Wölfe“ offiziell gegründet. Dazu feiert die Kirchengemeinde Zarpen um 10 Uhr einen großen Festgottesdienst. Um die Kirche herum werden die typischen Schwarzzelte der Pfadfinder aufgebaut. Im Anschluss an den Gottesdienst wird dort am Lagerfeuer Popcorn gemacht und Lagersaft zur Feier der Gründung ausgeschenkt.

Außerdem haben die Besucher die einmalige Möglichkeit, an diesem Tag frisch gebackenes Brot zu genießen. Die Konfirmanden der Kirchengemeinde stehen in aller Frühe auf und backen in der Bäckerei Dölger Brote, die bei dem anschließenden Fest zu Gunsten von „Brot für die Welt“ gekauft werden können.

„Seit September 2018 treffen wir uns mit 20 Kindern und Jugendlichen jede Woche zu unseren Gruppenstunden. Jetzt ist uns klar: Wir wollen mit der Pfadfinderei weitermachen“, sagt Pastorin Isabelle Wolffson (34), die die Pfadfinderei aus ihrer Ausbildungszeit mit nach Zarpen gebracht hat. „Der nächste Schritt für uns ist jetzt die offizielle Gründung unseres Pfadfinderstammes.“

Wer will mitmachen?

Die Pfadfinder in Zarpen freuen sich immer über Zuwachs. „Da wir jetzt zu einem Kirchspiel Nordstormarn geworden sind, sprechen wir bewusst auch Kinder und Jugendliche aus den anderen Kirchengemeinden an, bei uns mitzumachen“, so Pastor Wolffson. Die Pfadfinder treffen sich immer freitags in der Zeit von 16 bis 17.30 Uhr am Gemeindehaus der Kirchengemeinde Zarpen, Teichstraße 6, in Zarpen.

„Wir gehören zu dem Ring evangelischer Gemeindepfadfinder und tragen mit Stolz die flaschengrünen Hemden“, erzählt Lisa Germann (19), die eine der zwei Sippen der „Zarpener Wölfe“ leitet. In 116 Kirchengemeinden der Nordkirche treffen sich regelmäßig mehr als 6000 Gemeindepfadfinder.

Eine Gemeinschaft für Kinder

„Wir bieten den Kindern eine Gemeinschaft, in die sie hineinwachsen können und in der sie spielerisch lernen, mit sich und der Umwelt umzugehen“, sagt Pastor Nils Wolffson (34), der die Pfadfinderarbeit ebenfalls unterstützt. „Wir beherzigen den Grundsatz von Baden-Powell, der die Pfadfinderbewegung in England gegründet hat, und setzen auf ein gemeinsames Learning-by-doing.“

Außerdem werden die Pfadfinder in der Kirchengemeinde Dienste und diakonische Aufgaben übernehmen. Als evangelische Gemeindepfadfinder verstehen sich die angehörenden Gruppen als Teil ihrer jeweiligen Kirchengemeinde.

Zwei Sippen wegen des großen Andrangs

Im Ring Evangelischer Gemeindepfadfinder (REGP) tauschen die Stämme ihre Erfahrungen aus und unterstützen sich gegenseitig. Der von der Mitgliederverwaltung gewählte Vorstand plant gemeinsame Aktivitäten und vertritt die Gemeindepfadfinder in überregionalen Gremien. Die Wurzeln des REGP liegen nicht in einem der großen christlichen Pfadfinderbünde, sondern in unabhängiger kirchlicher Pfadfinderarbeit auf dem Kieler Ostufer in den 1960er Jahren. Aus mehreren Gruppengründungen in den 1980er und 1990er Jahren wuchs zunächst Zusammenarbeit, dann eine Arbeitsgemeinschaft (1995) und schließlich (1996) der Ring Evangelischer Gemeindepfadfinder.

„Bei uns können alle Kinder und Jugendliche ab acht Jahren mitmachen“, sagt Wolffson. Aufgrund des hohen Andrangs wurden die Pfadfinder in zwei Sippen aufgeteilt: die „Fledermäuse“ und die „Füchse“. Je nach Alter lernen die Kinder, Feuer zu machen, zu schnitzen, Spuren zu lesen, Zelte aufzubauen, Knoten zu knüpfen.

Britta Matzen

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