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Lokales R2D2, der Sumo-Ringer
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18:03 21.01.2019
Annika Dohme und Fabian Lindhorst machen ihren Roboter fit für die nächste Runde im Sumo-Ring . Quelle: Lutz Roeßler
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St. Jürgen

„Wir wissen, was Roboter wollen: #RobotsWannaWrestle!“. So kündigen die Organisatoren aus dem FabLab am Carlebachpark, der offenen Werkstatt des Technikzentrums, ihr Roboter-Turnier „Sumobot“ an.

Dass Roboter gerne raufen, beweisen die 18 selbst gebauten „Bots“, Roboter auf Walzen oder Rädern, am Sonnabend bei der 2. „Sumobot Competition“. 150 bis 200 Zuschauer feuern die Ringkämpfer in der runden Arena im Café „Campussuite“ an. Großbildschirme übertragen die Roboterkämpfe für alle, die keinen Platz am Ring ergattern konnten.

High-Tech und Käfer aus Salatschüsseln

Fünf Minuten darf ein Kampf dauern, die meisten enden sehr viel früher. So auch für den knallbunten „Klammeraffen“, der versucht, sich mit Greifarmen an die Säule in der Arena-Mitte zu klammern. Doch sein hölzerner Kontrahent „Killerhörnchen“ bugsiert ihn nach einer halben Minute ins Netz. Seine stolzen Konstrukteure, André Kunath und sein Sohn Torge, dürfen nun gegen ein anderes Gewinner-Team kämpfen. Elektrotechnik-Student Marco Gabrecht, der seinen „Klammeraffen“ gesteuert hat, nimmt es gelassen: „Heute morgen ist meine Fernbedienung ausgefallen. Ich musste den Code für sie umschreiben, er funktioniert noch nicht gut“.

Im Wettbewerb sind auch zwei Käfer mit Panzern aus Salatschüsseln. Für sie ist Entwicklerin Jana Augener „mit der Waage durch den Laden gegangen. Das Höchstgewicht sind anderthalb Kilo, mein Marienkäfer wiegt jetzt 1487 Gramm“. „Magic Mike“ hat Greifarme und eine schicke Fliege, und „Smash away“ ist mit einem Federball-Schläger bewaffnet, eine Idee, die den beiden Molekularbiologen Annika Dohme und Fabian Lindhorst beim Badminton kam. Ein anderes Modell wird mit Luft angetrieben und eines fährt selbständig. Am Ende setzen sich kastenförmige, solide Modelle durch: „Don QuiBote“, eine Entwicklung der Ingenieure „GreifVelox“ belegt den ersten Platz, „Rikishi“ von Tüftlerteam „Gestikon“ bekommt den zweiten sowie den Publikumspreis.

Auch für Nachwuchs-Tüftler

Ruhm ist nicht das Wichtigste. „Mir gefallen die Roboter, die besonders aussehen“, sagt Besucherin Michaela Vogeler, und Student Marco Gabrecht betont, es gehe um „ein tolles Event“. „Wir haben viele Tage und Nächte im FabLab gearbeitet und uns beim Bau der Bots geholfen“. Die Werkstatt liegt nur wenige Meter entfernt im Keller des Multifunktionskomplexes (MFC) I. Möglich, dass bald junge Nachwuchs-Tüftler dorthin kommen: der 11-jährige Matteo Vogeler denkt darüber nach, im nächsten Jahr mit einem Roboter anzutreten.

65 Zeilen

Blaue Markierungen: Kann für die Online-Kurzversion herausgenommen werden

Bildunterschriften:

Bild in der Arena:

„Klammeraffe“ (bunt) gegen „Killerhörnchen“ (braun) - klassische Formen gewinnen den Wettbewerb, ausgefallene Entwürfe die Aufmerksamkeit der Zuschauer

Werkstatt-Situation:

Annika Dohme und Fabian Lindhorst machen ihren Roboter fit für die nächste Runde im Sumo-Ring

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