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Bauen und Wohnen Garten im November 2019: Wichtige Gartenarbeiten, die Sie erledigen sollten
Mehr Bauen und Wohnen Garten im November 2019: Wichtige Gartenarbeiten, die Sie erledigen sollten
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07:00 25.10.2019
Auch im November stehen im Garten Arbeiten an - er muss winterfest gemacht werden. Quelle: Jonathan Schöps - stock.adobe.com
Hannover

Sicherlich: Die Mengen an herabfallenden Blätter können schon ganz schön nerven. Doch statt sich darüber zu ärgern, wissen erfahrene Gärtner, die Laubmassen sinnvoll einzusetzen – als kostenlose Abdeckung von kälteempfindlichen Pflanzen, Büschen und Beerensträuchern nämlich. Und als wärmenden Unterschlupf für Nützlinge wie Igel und Marienkäfer. Wer ein wenig Geduld aufbringt, kann die wertvolle Biomasse in der neuen Gartensaison zudem als Kompost verwenden. Am einfachsten geht das, indem der Blätterberg vor dem Kompostieren mit dem Mäher oder Häcksler zerkleinert und mit stickstoffhaltigem Rasenschnitt oder Hornspänen vermischt wird. Anschließend geht es für das Herbstlaub in einen einfachen, schnell aufgestellten Sammelbehälter aus feinmaschigem Draht, der zu einem Korb zusammengerollt wird und in einer Ecke des Gartens bis zum nächsten Jahr schlichtweg „vergessen“ wird.

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Frostschutz für Rosen

Zu den zarten Pflänzchen, die sich über einen wärmenden Wintermantel freuen, gehört übrigens auch die Rose. Da die meisten der edlen Gewächse nämlich nicht vollkommen frosthart sind, sollten vor allem die empfindlichen Veredelungsstellen und die Triebbasis vor Wintersonne und Bibbertemperaturen geschützt werden. Zwar dürfen beispielsweise Topfrosen im Gegensatz zu vielen exotischen Kübelpflanzen den Winter im Freien verbringen. Gärtner sollten jedoch darauf achten, dass die frostfesten Gefäße – und damit die Wurzeln der Blütensträucher – nicht durchfrieren. Daher sollten die Kübel mit Noppenfolie, Weiden- oder Schilfmatten und Sackleinen umwickelt werden. Damit von unten keine Kälte eindringen kann, kommt der Kübel schließlich noch auf eine Holz- oder Styroporplatte. Der obere Pflanzenteil wird an frostigen Tagen zusätzlich durch ein luftdurchlässiges Vlies vor Schäden bewahrt. Ein wenig lockere Gartenerde behütet angehäufelt zudem die Triebbasis.

Über eine warme Decke freuen sich aber auch die Rosen im Beet. Nach dem Anhäufeln bei der Veredelungsstelle schützt zusätzlich eine Abdeckung aus Tannenreisig und trockenem Herbstlaub die Basis und deren Haupttriebe vor Kälte, austrocknendem Wind und greller Wintersonne.

Lorbeer zieht ins Winterquartier

Spätestens wenn draußen die Temperaturen weiter sinken und die Frostnächte zunehmen, müssen Hobbygärtner auch bei empfindlichen Kübelpflanzen wie Lorbeer, Bougainvillea, Engelstrompete, Wandelröschen und Oleander eingreifen: Sie gehören jetzt ins geschützte Winterquartier. Geeignete Plätzchen sind kühle und frostfreie Räume wie beispielsweise der Flur, das Treppenhaus oder ein unbeheizter Wintergarten. Bei der Wahl des richtigen Standortes beherzigen erfahrene Gärtner dabei folgende Regel: Je dunkler der Platz im Winterquartier, desto kühler sollte die Temperatur dort sein. Auch die Gießmenge sollte entsprechend angepasst werden – je kälter und dunkler die grünen Lieblinge stehen, desto weniger Wasser brauchen sie.

Vor dem Umzug sollten die Kübelpflanzen noch einmal einer genauen Betrachtung unterzogen werden: Trockene Triebe werden jetzt mit einer scharfen Schere abgeschnitten, Verblühtes abgezupft, die Pflanzen auf Schädlinge wie zum Beispiel Spinnmilben und Wollläuse kontrolliert. Dabei gilt: Ist ein Befall vorhanden, muss das Gewächs entsprechend behandelt werden und steht bis zur Genesung im separierten Bereich quasi in Quarantäne.

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Schnitt für Herbst-Himbeeren

Sobald Ende November die letzten saftigen Früchte von Herbsthimbeersorten wie Autumn Bliss gepflückt wurden, werden die Ruten bis etwa fünf Zentimeter über dem Boden abgeschnitten und mit einer dünnen Schicht aus Blättern und reifem Kompost bedeckt. Er versorgt die Pflanze mit Nährstoffen. Durch den beherzten Schnitt verhindern Hobbygärtner übrigens eine Übertragung der durch Pilze verursachten Rutenkrankheit. Keine Bange: Aus dem Wurzelstock treiben schon im nächsten Frühjahr neue, gesunde Ruten aus. Tipp: Abgeschnittene gesunde Himbeerruten können bis zum Start in die nächste Gartensaison liegen gelassen werden – sie dienen winzigen Nützlingen wie den Raubmilben (sorgen für eine biologische Schädlingsbekämpfung) als Winterbehausung.

Zur Schere greifen jetzt auch Gärtner, die einen Heidelbeerstrauch ihr Eigen nennen, der bereits länger als vier Jahre im grünen Reich wächst. Er muss kräftig ausgelichtet werden. Weg kommen dabei alle sich kreuzenden oder aneinander scheuernden Seitentriebe sowie alle ins Strauchinnere wachsenden Zweige.

Pflanzzeit im Obstgarten

Viele Obstgehölze kommen jetzt im elften Monat in den Boden. Dazu gehören beispielsweise Stachel- und Johannisbeere, Brombeere, Süß- und Sauerkirschen, aber auch Apfel, Birne, Pflaume und Quitte. Vorteil des späten Pflanztermins gegenüber dem Frühjahr: Der Gartenboden ist noch bis in die tieferen Schichten hinein erwärmt, häufig hat es jetzt auch endlich einmal ausreichend geregnet. Die Wurzeln können noch vor Beginn der dauerhaften Kälteperiode gut anwachsen und Frostattacken besser überstehen.

Futter für gefiederte Freunde

Um Vögel im Winter zu unterstützen, können Gartenbesitzer Futterstellen einrichten. Quelle: Pixabay (Symbolbild)

Gartenbegeisterte, die Vögeln über die futterarme Zeit helfen möchten, sollten ihren gefiederten Besuchern eine breite Palette von unterschiedlichen Futterarten anbieten: Meisen und andere Körnerfresser bevorzugen Meisenknödel oder bedienen sich an Sämereien aus Vogelhäuschen und speziellen Futterspendern. Dagegen zählen Amseln zu den sogenannten Weichfressern. Sie sind dankbar für Futterstellen, die beispielsweise mit in Öl getränkten Haferflocken, Äpfeln, Erdnüssen und Rosinen bestückt sind. Aber natürlich werden sie auch am gut gefüllten Komposthaufen fündig, den sie mit ihrem kräftigen Schnabel beherzt durchwühlen. Gärtner, die ihnen zudem etwas Gutes tun wollen, lassen einige letzte Beeren und Früchte an Sträuchern einfach hängen – auch sie haben Amseln zum Fressen gern.

Von Julia-Marie Meisenburg/RND

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