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15:26 21.05.2019

Stimmen zum Güterverkehr

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Nina Scheer, SPD-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete: „Eine Verlagerung des Güterverkehrs setzt in einem ersten Schritt einen entsprechenden Ausbau der Brücke in Lauenburg voraus und natürlich auch Lärmschutz. Zuvor wird es kaum zu Güterverkehren kommen können. Wichtig ist für die Region insbesondere eine Erhöhung der Taktzahl für den Personenverkehr, womit Flexibilität bei den Anschlüssen gewonnen und ein Anreiz für den Umstieg auf die Schiene geschaffen wird.“

Quelle: Holger Marohn

Jan Marcus Rossa, FDP-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter: „Die Idee, die Strecke Lübeck-Büchen-Lüneburg künftig für den Güterverkehr stärker zu nutzen, scheint sich auf den ersten Blick aufzudrängen. Es würde den Verkehrsknoten Hamburg und die Strecke nach Hannover erheblich entlasten können, was gerade auch im Hinblick auf die geplante feste Fehmarnbeltquerung sinnvoll ist. Allerdings erfordert die Umsetzung eines solchen Vorhabens Investitionen in Milliardenhöhe, um die Strecke Lübeck-Büchen-Lüneburg so auszubauen, dass künftig 48 Güterzüge auf dieser Strecke verkehren können. Die Strecke müsste elektrifiziert und zweigleisig ausgebaut werden. Ferner müsste die Elbbrücke in Lauenburg neu gebaut werden, weil sie aktuell nicht für Belastungen ausgelegt ist, die mit dem Güterfernverkehr verbunden wären. Zudem wären erhebliche Lärmschutzmaßnahmen erforderlich und es müsste eine Querung der Schnellfahrstrecke Hamburg-Berlin gebaut werden. Die Nutzung der Verbindung Lübeck-Büchen-Lüneburg für den Güterverkehr mag daher auf dem Papier gut aussehen und sich unter strategischen Gesichtspunkten auch aufdrängen. In der Praxis dürfte sie aber zu teuer, zu aufwendig und zu unwirtschaftlich sein, zumal sie auch durch FFH-Gebiete führt, was den Planungsprozess erheblich erschwert.“

Quelle: Lauenburg

Norbert Brackmann, CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag und Bundestagsabgeordneter: „Es wird viel diskutiert. Ich sehe aber nicht, dass künftig verstärkt Güterzüge über diese Strecke geführt werden. So ist es im Bundesverkehrswegeplan auch bis 2030 nicht vorgesehen, an der Strecke etwas zu machen. Ein weiteres Problem ist bei einem stärkeren Verkehr zwischen Lübeck und Lüneburg auch die höhengleiche Kreuzung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin in Büchen. Auch die Elbbrücke bei Lauenburg müsste erneuert werden.“

Quelle: Holger Marohn
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