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15:59 25.11.2018

Gefahren in der Ostsee

In Zukunft könnte es Feuerquallen-Plagen häufiger geben, regelrechte Quallen-Invasionen seien denkbar, sagt Jörg Dutz vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW). „Die Quallenpopulationen haben zugenommen“, sagt der Wissenschaftler. Gründe gibt es zwei: Punkt eins: der Klimawandel. Je wärmer die Ostsee wird, desto wohler fühle sich auch die Feuerqualle und vermehre sich dementsprechend. Ein möglicher zweiter Grund: Durch die Fischerei würde die Zahl von Fressfeinden der Quallen im Wasser verringert.

Quelle: dpa

So unangenehm eine Berührung mit Feuerquallen auch sein kann, sie bedeutet keine Lebensgefahr. Der Kontakt mit den einheimischen Formen der Nesseltiere sei nur eine Zeit lang sehr unangenehm. „Man sollte aufpassen, dass man nicht in eine Gruppe von Quallen schwimmt“, warnt IOW-Forscher Jörg Dutz. Nach einem Kontakt mit einer Feuerqualle rät Manuel Brumme vom DRK dazu, „die Stelle zu kühlen oder beispielsweise mit nassem Seesand abzureiben. Meist verschwindet der Juckreiz dann nach 30 Minuten.“ Dabei sollten die Betroffenen kein Süßwasser oder Alkohol verwenden. Dadurch könnten die in der Haut haftenden Nesselzellen der Quallen aufplatzen und noch mehr Gift freisetzen. Badegäste sollten möglichst die Bademeister aufsuchen. Je nach Grad der Verbrennung werde dort entschieden, ob der Notdienst zu Rate gezogen werden muss, erklärt Thorsten Erdmann vom DLRG.

Quelle: Wusel007/Wikipedia/https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

2003, 2010 und 2014 sind Menschen in Mecklenburg-Vorpommern an Vibrionen-Infektionen gestorben. "Von den mehr als 1.000 verschiedenen Vibrionen-Stämmen, die in unseren Breiten in den Meeren leben, sind die meisten für den Menschen ungefährlich", schreibt der NDR. "Geschätzte fünf sind aber pathogen, können also beim Menschen zu Krankheiten wie Durchfall führen."

Quelle: Public Domain by Dartmouth Electron Microscope Facility