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11:41 30.08.2019

Die zehn schönsten Kunstschätze Lübecks

Für Pastor Thomas Baltrock, St. Aegidien, gehört die Figur des Gekreuzigten aus dem 15. Jahrhundert unbedingt zu den großen Kunstschätzen der Stadt. Das Kruzifixus aus Eiche ist etwa 190 Zentimeter hoch und 155 Zentimeter breit. Die Hände und Füße des überlebensgroßen Torsos sind verstümmelt, und das Brettkreuz ist verloren. Das Werk ist in St. Aegidien, in der Darssow-Kapelle, an der Ostwand zu sehen. „Einen Wert in Euro für so ein Kunstwerk anzugeben, das ist schwierig. Doch würde das Stück auf jeder internationalen Auktion eine gute Figur abgeben“, so Baltrock, und weiter: „Für mich ist dieser Christus Gesprächspartner: wie bei Don Camillo. Und er ist wunderbar gearbeitet. Ich finde da eher Einflüsse von den berühmten süddeutschen Schnitzern der Zeit als norddeutsche Hausmannskost.“

Quelle: Lutz Roeßler

Andy Warhols „Holstentor“ (1980) befindet sich in der Kunsthalle St. Annen, St.-Annen-Straße. Nach Angaben von Leiterin Dr. Antje-Britt Mählmann ist der Wert „relativ hoch, entsprechend der Preisentwicklung von Warhol am Kunstmarkt“. Laut Mählmann verbindet das Werk das Holstentor „mit dem internationalen Charisma der amerikanischen Pop Art“. „Nicht zuletzt ist der Siebdruck Zeugnis der Ausstellung und des damit verbundenen Besuchs eines der schillerndsten amerikanischen Künstler in Lübeck im Jahr 1980“, so die Leiterin. Aufgrund des Aufbaus der neuen Sonderausstellung von Doris Salcedo (bis 3. November 2019) kann das Werk derzeit nicht besichtigt werden.

Quelle: Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Artists Rights Society (ARS), New York; Foto/Lübecker Museen

Der Passionsaltar von Hans Memling befindet sich im sogenannten Memlingraum im Kreuzgang des St.-Annen-Museums. Leiterin Dr. Dagmar Täube sagt: „Der Memling-Altar, das berühmteste und kostbarste Kunstwerk in Lübeck, wurde 1491 von der Kaufmannsfamilie Greverade für den Dom gestiftet. Wie ein Theaterstück entwickelt der mehrfach wandelbare Altar eine perfekte Dramaturgie: Im großen Finale auf der Festtagsseite ist alles auf die bedeutende Kreuzigungsszene hin ausgerichtet. Die Vielzahl der erzählten Begebenheiten wird meisterlich miteinander verbunden. Das Leben im Mittelalter war ganz auf das Jenseits ausgerichtet, und es war üblich, fromme Stiftungen zu machen.“

Quelle: Dirk Silz
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