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12:29 23.01.2020

Das halten Kücknitzer von der Maut-Erhöhung

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Gina Voß aus Rangenberg findet 1,90 Euro pro Durchfahrt „frech“. Sie arbeitet als Köchin an der Matthias-Leithoff-Schule in Kücknitz. Sie habe das Glück, dass der Herrentunnel nicht auf ihrem Arbeitsweg liegt, erzählt die 41-Jährige. „Aber ich muss da ja durch, wenn ich zum Beispiel mal in die Stadt möchte. Da fahre ich dann schon lieber den Umweg über die Autobahn.“

Quelle: Rabea Osol

Für seine Arbeit pendelt Wolfgang Burmeister aus Siems täglich zum Universitätsklinikum, das für ihn am anderen Ende Lübecks liegt. „Ich zahle jeden Tag den vollen Preis – hin und zurück“, erzählt er. „Ich finde, das ist ein Haufen Geld.“ Die monatliche Summe, die dabei zustande kommt, sei definitiv spürbar. „Warum legt man nicht einen Anwohnerpreis fest?“, fragt Burmeister empört. Er schlägt eine monatliche Pauschale von zwölf Euro vor. „Das wäre in meinen Augen eine gute Alternative.“

Quelle: Rabea Osol

Der selbstständige Tischler Olaf Leichsenring findet: „Es ist eine Frechheit, dass wir als Anwohner überhaupt etwas zahlen müssen.“ Der 54-Jährige Kücknitzer fühlt sich erpresst. „Wir müssen ja nun mal zahlen, wenn wir dadurch wollen.“ Mit seinem Kleinbus zahlt er für eine Durchfahrt 3,50 Euro. „Und das manchmal zwei bis drei Mal am Tag.“ So zahle er in einigen Monaten bis zu 100 Euro. Er fordert deshalb, dass die Mautgebühren für Gewerbetreibende abgeschafft werden.

Quelle: Rabea Osol
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