Menü
Anmelden
Mehr Bilder Lauenburgischer Kreistag: Neubeginn vor 75 Jahren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 24.10.2021

Lauenburgischer Kreistag: Neubeginn vor 75 Jahren

1-3 9 Bilder

Hotel Fürst Bismarck: Hier in der Ratzeburger Kreuzstraße 10 (heute ein Seniorenhaus) fand die Sitzung des ersten gewählten lauenburgischen Kreistages nach dem Zweiten Weltkrieg statt.

Quelle: Kreisarchiv/hfr

Britische Kommandantur Am Markt 2, direkt neben dem Ratzeburger Rathaus (das ist heute das Restaurant Lavastein) und schräg gegenüber dem Kreishaus, residierte die britische Kommandantur. Sie war dort bis 1. Juli 1952, danach wurde die Dienststelle nach Lübeck verlegt.

Quelle: Kreisarchiv/hfr

Ewald Raaz, geboren am 13. September 1887 in Züllichau / Kreis Züllichau-Schwiebus (heute Sulechów/Polen), gestorben am 10. August 1958 in Ratzeburg, war Jurist. Nach dem Schulbesuch in Görlitz, dem Dienst als Einjährig-Freiwilliger in Berlin und einem dortigen Jurastudium war er Rechtsanwalt und von 1922 bis 1936 Syndikus beim Direktor der Nationalbank in Deutschland. Ab 1936 war er als Rechtsanwalt am Kammergericht beurlaubt, da er mit einer Frau jüdischen Glaubens verheiratet war. Angeblich ist die Familie 1936 nach Ratzeburg gezogen, in der Hoffnung, im ländlichen Bereich vor Verfolgung besser geschützt zu sein. Doch weit gefehlt: Als Anna, geboren am 28. Juni 1891 als Anna Borchardt in Schönebeck, im Februar 1945 die Nachricht erhielt, dass sie deportiert werden sollte, entschied sie sich für den Freitod und vergiftete sich am 18. Februar 1945 in Ratzeburg mit einer Überdosis Veronal. 2013 wurde ihr am ehemaligen Wohnhaus Lübecker Straße 19 auf Initiative von SchülerInnen der Lauenburgischen Gelehrtenschule in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Ratzeburg ein Stolperstein gesetzt. Ewald Raaz wurde am 8. Mai 1945 als kommissarischer Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg von der britischen Besatzungsmacht eingesetzt und im Juli 1945 zum Landrat bestellt. Am 11. Dezember 1946 wurde er zum Kreisrat ernannt, dieses Amt behielt er bis zum 31. Dezember 1952.

Quelle: Kreisarchiv/hfr
1-3 9 Bilder