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Tatort-Blitzkritik LN-Speedrating: 3 Gründe, warum sich dieser Tatort nicht lohnt
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16:01 01.09.2019
Lauter Verlierer: Lukas „Sahni“ Sander (Ronald Kukulies, l.), Uwe Ohlberger (Godehard Giese, M.) und Rick (Friedrich Mücke) in einer Szene des Tatorts „Falscher Hase“, vom Sonntag, 1. September 2019. Quelle: Bettina Müller/HR/dpa
Lübeck/Frankfurt

Drei Gründe, warum sich dieser „Tatort“ nicht lohnt:1. Die Logik: Die Handlung von „Falscher Hase“ ist an vielen Stellen abwegig. Dass in einer Hichtech-Firma, die mit seltenen Erden Sonnenkollektoren aufpimpt, nur dümmliche Spießer in altmodischen Klamotten arbeiten, ist völlig unglaubwürdig.

2. Gewaltfaktor: Warum, bitteschön, müssen wir sonntags um 21 Uhr dabei zusehen, wie jemandem zur Folter in einer Großküche ein Finger abgehckt wird, um ihn zum Reden zu bringen? Das ließe sich auch diskret ausblenden.

3. Die Spannung: Schon nach 20 Minuten ahnt der Zuschauer, dass es am Ende nur Verlierer geben wird. Nervenkitzel? Fehlanzeige. Da dürfte an diesem Sonntagabend jede Wahlsendung spannender werden.

Film nimmt offenbar Bezug auf „Fargo“ von den Coen-Brüdern

Nun wird es sicherlich auch Fans dieses „Tatort“-Folge aus Frankfurt (der man die regionale Herkunft an keiner Stelle anmerkt) geben, zum Beispiel den Autor des LN-Vorberichts. Aber dann muss man schon wirklich Anhänger skurriler Filme wie „Fargo“ von den Coen-Brüdern sein, auf den „Falscher Hase“ offenbar Bezug nimmt. Zugegeben: All die seltsamen Chrakatere in diesem Sonntagskrimi werden sehr gut gespielt. Das täuscht aber nicht über die Schwächen der Handlung hinweg. Mein Urteil für diesen „Tatort“ fällt negativ aus: Note 5.

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Von Lars Fetköter

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