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Gesundheit Asthma: Unwetter können Anfall verursachen
Mehr Gesundheit Asthma: Unwetter können Anfall verursachen
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11:02 04.07.2019
Die Zahl der Allergene steigt bei einem Unwetter stark an – Asthmatiker sollten daher eine halbe Stunde warten, bevor sie wieder vor die Tür gehen. Quelle: Daniel Killy
Langenhagen

Gewitter und heftige Regenfälle können bei Menschen mit allergischem Asthma teils schwere Anfälle auslösen. Das erklärt die Deutsche Lungenstiftung unter Verweis auf aktuelle Studien.

Was genau die Anfälle auslöst, ist noch unklar. Wissenschaftler vermuten aber, dass der Regen Pollenkörner in der Luft aufbricht und so Allergene freisetzt, die durch Windböen weiter verstreut werden. So sinkt durch das Unwetter zwar die Zahl der Pollen – das Gewitter klärt die Luft tatsächlich. Die Zahl der Allergene steigt aber kurzzeitig stark an.

Medikamente: Immer griffbereit halten

Menschen mit allergischem Asthma sollten deshalb bei Unwettern möglichst zu Hause bleiben und die Fenster schließen. Nach dem Gewitter warten sie am besten etwa eine halbe Stunde, bevor sie wieder vor die Tür gehen. Und natürlich sollten die nötigen Medikamente für den Notfall immer griffbereit sein.

Asthma gibt es in zwei verschiedenen Formen: dem allergischen und dem nicht-allergischen Asthma, welches häufig durch Infekte ausgelöst wird, informiert der Deutsche Allergie- und Asthmabunde. V. (DAAB). Asthma kann sogar durch emotionale Belastungen negativ beeinflusst werden. Die Krankheit ist bei Kindern sehr verbreitet – etwa jedes zehnte Kind ist in Deutschland davon betroffen, informiert der DAAB.

Asthmaschulungen für Eltern und Kind

Speziell für Kinder werden mittlerweile von vielen Krankenkassen sogenannte Disease-Management-Programme angeboten, die auf chronisch-kranke Menschen angepasst sind und das Leben mit der Krankheit erleichtern sollen. Der DAAB weist darauf hin, dass Eltern sich nach Asthmaschulungen erkundigen sollten, denn gerade den Erziehungsberechtigten falle es teilweise schwer, bei einem Anfall der Kinder ruhig zu bleiben.

Auch interessant:
Wie sich Eltern eines Kindes mit Asthma für Notfälle rüsten

Von RND/dpa/hb

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