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Studium und Beruf „Slow-Trend“ wirkt sich positiv auf Arbeitswelt aus
Mehr Studium und Beruf „Slow-Trend“ wirkt sich positiv auf Arbeitswelt aus
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05:00 09.01.2017
Viele Menschen sehnen sich nach einer Entschleunigung in der Arbeitswelt. Der Soziologe Matthias Horx hat bereits einen „Slow-Trend“ ausgemacht. Quelle: Andrea Warnecke
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Frankfurt/Main

Der Zukunftsforscher und Soziologe Matthias Horx sieht in der Gesellschaft einen wachsenden Drang nach Entschleunigung.

Zukunftsinstituts
Horx

Arbeit, erläuterte Horx, diene schließlich nicht nur zum Lebensunterhalt, sondern gebe auch Gestaltungsräume und bestimme die Identität. Neben finanziellen Aspekten sorgten vor allem Anerkennung, Spaß an der Arbeit, Kreativität sowie gemeinsame Ziele und Werte für eine hohe Arbeitsmotivation der Beschäftigten. Organisationen, die ein Achtsamkeits-Management beherzigten, seien kreativer und könnten die Potenziale ihrer Angestellten besser nutzen.

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Horx ist sich sicher: „Die Arbeitswelt wird sich weiter aus dem alten Joch der Industriegesellschaft befreien, allen Unkenrufen zum Trotz wird dabei auch viel Positives entstehen.“ Im Rahmen neuer Umverteilungs- und Lebensqualitätsdebatten sowie neuer Arbeitskulturen im Kontext von Coworking und Teamwork entstehe eine neue Diskussion über „positive Flexibilisierung“.

Interessant seien laut Horx auch Fragen wie: „Wie kann man Arbeit auch für Ältere gestalten? Und: Sind 30 Stunden nicht genug in der Woche, wenn man Kinder hat - für beide Geschlechter?“ In Skandinavien tendiere die Arbeitszeit für Männer und Frauen Richtung 30 Stunden pro Woche, und erstaunlicherweise habe sich herausgestellt, dass dabei die Produktivität kaum zurückgehe. „Das bedeutet, dass ziemlich viel dessen, was wir Arbeit nennen, eigentlich tote Zeit ist.“

dpa/lhe