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Digital 10 Jahre Ebay-Kleinanzeigen - So überleben Sie den Bieter-Wahnsinn
Nachrichten Digital 10 Jahre Ebay-Kleinanzeigen - So überleben Sie den Bieter-Wahnsinn
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14:14 05.09.2019
Vor zehn Jahren ging Ebay-Kleinanzeigen online. Quelle: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa
Hannover

Privater Handel im Internet ist ein Kampf – nicht nur mit der Rechtschreibung. Auf Tauschportalen wie Ebay-Kleinanzeigen, Shpock, Quoka und Co. gilt das Gesetz des Stärkeren. Oder vielmehr das Gesetz des Lauteren und Dreisteren. Besonders berühmt-berüchtigt ist der Handel beim Portal Ebay-Kleinanzeigen - nun schon seit zehn Jahren. Nicht zu unrecht wird dieses Portal als bessere Soap gefeiert. Die absurden Dialoge zwischen Käufern und Verkäufern sind sogar Programm für Fernsehsendungen wie „Late Night Berlin“ von Klaas Heufer-Umlauf.

Daraus lässt sich viel lernen. Nach eingehender Recherche haben wir hier sieben – nicht ganz ernst gemeinte – Tipps zusammengestellt, mit denen sie garantiert den Zuschlag erhalten.

1. Bleiben Sie standhaft!

Die wichtigste Regel beim knallharten Preiskampf: Hartnäckigkeit wird früher oder später belohnt. Floskeln wie „Festpreis“ sollten Sie getrost ignorieren, es existiert immer Verhandlungsspielraum. Stets also erst mal unter den veranschlagten Preis gehen. Falls der Verkäufer nicht anspringen sollte: einfach noch mal versuchen. Und noch mal. Und dann noch mal. Lassen Sie sich nicht beirren: Ihre Position ist die einzig richtige und gültige. (Ein Tipp, der ja anscheinend quasi für jeglichen Austausch im Internet gilt...)

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2. Seien Sie schonungslos offen!

Ehrlich währt am längsten? Das ist natürlich Nonsens! Aber: Ehrlichkeit ist im Internet eine Rarität – und kann Ihren Verhandlungspartner gerade deshalb kalt erwischen und aus der Fassung bringen. Vergessen Sie mal perfide Manipulationsversuche, sagen Sie stattdessen, was Sache ist. Das Ergebnis wird Sie (vor allem aber Ihr Gegenüber) überraschen!

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3. Ware statt Geld!

Inflation, Bankenkrisen, Abschaffung des Bargeldes: Der schnöde Mammon ist nur ein Symbol. Und zwar eines, das von einer Minute auf die nächste seinen Wert verlieren kann. Die Hyperinflation von 1923 kann sich jederzeit wiederholen, machen Sie das auch Ihrem Gegenüber deutlich. Und versuchen Sie, ihm stattdessen etwas Handfestes anzubieten. Das erspart Ihnen im Übrigen auch etwaige Unsicherheiten bei der Überweisung.

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4. Flankenangriff auf die Tränendrüse!

Schon Meister Yoda wusste: Gefühle führen früher oder später zur dunklen Seite der Macht. Emotionen sind etwas für Verliebte und für die Kinoleinwand – im Geschäftsleben sprechen nur nackte Zahlen die Wahrheit. Das wissen Sie bereits? Sehr gut, behalten Sie das im Hinterkopf.

Genau wie bei der Sache mit der Ehrlichkeit gilt aber auch hier: Unkonventionelles Handeln führt manchmal zum Erfolg. Falls Ihr Gegenüber partout nicht von seiner Position abweichen will, versuchen Sie es mit einem Flankenangriff auf seine Tränendrüse und kippen Sie die Gefühle mit dem großen Laster aus. Beim Handel im Internet sind schließlich nicht nur Profis am Werk – vielleicht haben Sie es ja mit einem Warmduscher zu tun. Aber Achtung: Dies sollte stets das letzte Mittel sein!

5. Die Ware genau überprüfen!

Dies sollte eigentlich der erste Schritt jeglicher Verhandlung sein: Prüfen Sie ganz penibel, was Sie da eigentlich erwerben. Scheuen Sie sich nicht, auch unbequeme oder vermeintlich peinliche Fragen zu stellen – im besten Fall bringen Sie den Verkäufer in Verlegenheit und können so noch ein paar Euro rausschlagen.

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6. Seien Sie auch mal spendabel!

Immer wird behauptet, Krankenschwestern, Paketboten oder Fluglotsen hätten einen anstrengenden Job. Als erfahrener Geschäftsmann wissen Sie natürlich: Das ist Quatsch. Die Wahrheit ist doch: Nichts ist so zermürbend wie das Herumschieben von Zahlen und die Suche nach dem besten Deal. Wenn Sie davon schon einige gelandet haben, können Sie sich ruhig auch mal die Spendierhosen anziehen. Auch Profis brauchen gelegentlich eine Pause.

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7. Keine Angst vor harten Worten!

Wenn Sie bis hierhin alles befolgt haben, sollte Ihnen der Erfolg eigentlich garantiert sein. Manchmal stoßen Sie jedoch auf Händler, bei denen Hopfen und Malz gänzlich verloren sind. Das kann frustrierend sein. Zum Glück sind wir ja im Internet – da gehören willkürliche Beleidigungen quasi zum guten Ton. Falls es mit den Verhandlungen wider Erwarten nicht klappen sollte (oder das Produkt einfach nicht Ihren Vorstellungen entspricht), drücken Sie Ihrem Gegenüber ruhig noch einen kecken Spruch rein. Es gilt: je hanebüchener, desto besser.

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Weitere absurde Verhandlungsgespräche und Angebote auf Ebay-Kleinanzeigen und ähnlichen Plattformen finden Sie auf Reddit.

Von Christian Neffe/RND

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