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Nachrichten Digital Auch Apple lässt Gespräche durch Mitarbeiter analysieren
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10:08 30.07.2019
Durch die Auswertung der Daten soll Siri verbessert werden. Quelle: Daniel Reinhardt/dpa
Hannover

Auftragnehmer von Apple hören sich regelmäßig Nutzergespräche mit Siri an. Das berichtet der „Guardian“. Zwar weist das Unternehmen darauf hin, dass Daten genutzt werden, um den Sprachassistenten zu verbessern, dass diese aber auch von Menschen ausgewertet werden, werde nicht explizit erwähnt.

Gegenüber dem „Guardian“ gab Apple nun zu, dass auch Menschen die Aufnahmen analysieren. Allerdings handle es sich dabei nur um einen sehr kleinen Teil. Die Aufnahmen würden nicht mit der Apple-ID verknüpft, alle Reviewer müssten sich an die strengen Vertraulichkeitsanforderungen halten.

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Vereinte Nationen kritisieren: Siri, Alexa und Co. sind sexistisch

Whistleblower: Siri macht viele unbeabsichtigte Aufnahmen

Ein Mitarbeiter eines Auftragnehmers hatte sich mit den Informationen an den „Guardian“ gewendet. Gegenüber der Zeitung zeigte er sich außerdem darüber besorgt, wie häufig der Apple-Sprachassistent unabsichtlich Aufnahmen erstelle. Auf diese Weise, so der anonyme Whistleblower, könnten fremde Arztgespräche, Drogenverkäufe oder Menschen beim Geschlechtsverkehr belauscht werden.

Apple ist nicht das einzige Unternehmen, dass Aufnahmen seines Sprachassistenten durch Menschen auswerten lässt. Erst vor Kurzem war bekannt geworden, dass das auch bei Google und Amazon gängige Praxis ist. Im Gegensatz zu diesen Unternehmen aber, gebe es bei Apple keine wirkliche Option, der Auswertung von Sprachdateien teilweise zu widersprechen, so der „Guardian“.

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Von RND/dpa

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