Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Digital Ohne Google: Huawei präsentiert neue Geräte
Nachrichten Digital Ohne Google: Huawei präsentiert neue Geräte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:40 20.09.2019
Huawei präsentiert seine Topmodelle in München. Quelle: imago images/VCG
München

Huawei hat am 19. September sein neues Top-Smartphone Mate 30 vorgestellt – dabei aber keine Angaben zur Verfügbarkeit der Geräte gemacht. Zugleich wurden bei der Präsentation in München nur Euro-Preise der Geräte genannt, was zumindest auf Pläne für eine Markteinführung in Europa hinweist. Die Geräte erscheinen – wie schon zuvor bekannt wurde – wegen der Sanktionen der US-Regierung ohne vorinstallierte Google-Apps.

Der Chef des Huawei-Verbrauchergeschäfts, Richard Yu, betonte in dieser Situation, die Mate-30-Smartphones seien Konkurrenzmodellen von Apple oder Samsung überlegen – etwa bei der Geschwindigkeit des 5G-Datenfunks oder der Batterieleistung. Um die Lichtstärke der Kamera zu demonstrieren, präsentierte Yu auf der Bühne das Nachtbild einer Berglandschaft – als Vergleichsbild von einem Samsung Galaxy Note 10 war nur ein schwarzes Viereck zu sehen. Dabei wurde auch deutlich, wie sich Huawei an ein Leben ohne Google anpasst: „Man braucht keine anderen Foto-Apps.“

„Mate 30" – Huawei stellt neues Handy vor

Huawei ohne Google: Kaum eine Chance in Deutschland

Als Alternative zu Googles App-Plattform Play Store präsentierte Huawei seine eigene „App Gallery“. Huawei muss es schaffen, dafür die App-Entwickler zu gewinnen. Der Konzern will eine Milliarde Dollar investieren, um das eigene App-Ökosystem anzukurbeln. Analystin Annette Zimmermann von der Marktforschungsfirma Gartner zeigte sich jedoch sehr skeptisch zu den Aussichten. Ohne Google-Apps habe das Gerät kaum Marktchancen in Deutschland und Europa, sagte sie.

Huawei Mate 30: Technisch attraktiv und innovativ

Dabei zeigte Huawei durchaus einige innovative Funktionen. So nutzt das Mate 30 Gesichtserkennung, um vertrauliche Benachrichtigungen nur dann einzublenden, wenn sein Nutzer darauf blickt. Taucht eine andere Person im Blickfeld des Telefons auf, werden die Informationen wieder versteckt. Außerdem wechselt die Bildschirmorientierung automatisch, weil die Kamera dafür auf die Position des Gesichts achtet.

Das neue Huawei-Smartphone Mate 30 Pro ist anscheinend von allen Seiten ein Hingucker. Quelle: Sven Hoppe/dpa

Huawei-Preise ähnlich wie Apple

Die Akkus des Mate 30 sollen schnell aufgefüllt werden können: Das Ladegerät mit Kabel hat eine Leistung von 40 Watt und das drahtlose dafür ungewöhnlich hohe 27 Watt. Für schnellen Datenfluss sollen 14 5G-Antennen sorgen. Das alles hat seinen Preis: Die 5G-Version des Mate 30 soll 1199 Euro kosten. Der Preis des Basismodells wurde auf 799 Euro angesetzt und beim Mate 30 Pro sind es 1099 Euro. Damit sind die Preise ähnlich wie bei Apple – das neue iPhone 11 soll 799 Euro kosten, das Topmodell Pro Max 1249 Euro. Das Huawei Mate 30 läuft mit der neusten quelloffenen Version des Google-Betriebssystems Android, auf die Huawei weiterhin zugreifen kann.

Auch interessant: Klapphandy von Nokia, Foldable von Samsung: Die Smartphones der IFA

Huawei Fernseher und Computeruhren kommen

Neben den Smartphones kündigte Huawei auch einen Fernseher und neue Computeruhren an. Diese sollen im Oktober auf den Markt kommen. Beim Mate 30 nannte Huawei unterdessen weder einen Termin noch die Länder. Yu bestätigte auch, dass das Auffalt-Smartphone Mate X im Oktober zunächst nur in China auf den Markt kommen wird.

Richard Yu, Chef des Verbrauchergeschäfts von Huawei, präsentiert während einer Pressekonferenz die neue Huawei Watch GT 2. Quelle: Sven Hoppe/dpa

HiCar und HiLink für eine smarte Welt

Huawei präsentierte auch seinen Service HiCar, über den man die Mate-30-Smartphones mit Infotainment-Systemen im Auto verbinden und einige Funktionen des Fahrzeugs vom Telefon aus steuern können soll. Als Beispiel diente ein Volvo-Modell – Huawei machte aber keine Angaben dazu, welche Autohersteller die Plattform unterstützen. Im vernetzten Zuhause setzt Huawei für das Zusammenspiel verschiedener Geräte wiederum auf die eigene Plattform HiLink.

Das könnte Sie auch interessieren: Werbetrommel für Mobilfunk-Speed: Telekombranche aktiviert 5G-Masten

dale/RND/dpa

Viele Stars oder Influencer nutzen Instagram, um beispielsweise für Diätprodukte zu werben. Schon seit Längerem wird über die möglichen negativen Folgen dieser Inhalte für Kinder und Jugendlichen diskutiert. Nun hat Instagram darauf reagiert und will bei solchen Posts härter durchgreifen.

19.09.2019

Das Smartphone gehört für Kinder und Jugendliche zum Alltag. Die 15- bis 17-Jährige sind täglich 3,4 Stunden online - Tendenz steigend. Doch mit zunehmender Nutzung steigt auch das Risiko, negative Erfahrungen zu machen.

16.10.2019

“Borderlands 3” ist so bunt und durchgedreht wie der Rest der Reihe. Dafür sorgen größenwahnsinnige Influencer-Zwillinge, unzählige ungewöhnliche Waffen - und ein Roboter mit Haustier. Hat sich das Warten gelohnt?

19.09.2019