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Digital Twitter gibt Tweet-Archiv frei: So gehen russische und iranische Trolle vor
Nachrichten Digital Twitter gibt Tweet-Archiv frei: So gehen russische und iranische Trolle vor
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17:59 18.10.2018
In Deutschland waren die Trolle vor allem während der Bundestagswahl aktiv. Quelle: Matt Rourke/AP
Hannover

Auf Twitter, auf Facebook, in den Kommentarspalten – Trolle finden sich an vielen Stellen im Netz. Sie schalten sich in Kontroversen ein, um zu provozieren und zu spalten – selbst wenn es dabei nur um die Frage geht, wie gut der neueste „Star Wars“-Film ist. Die großen Tech-Firmen gehen deshalb gegen Trolle vor, sperren zahlreiche Accounts.

Nun hat die Plattform auch die Tore zu seinem Troll-Archiv geöffnet. Um das Vorgehen der Trolle besser zu verstehen, sollen sich Wissenschaftler den Datensatz, der aus zehn Millionen Tweets besteht, genau anschauen. Die meisten davon stammen von 3841 Accounts, die zu der russischen Trollfabrik „IRA“ gezählt werden und 770 Accounts, die dem Iran zugezählt werden.

Die Wissenschaftler des Digital Forensic Research Labs des Atlantic Councils konnten vorab schon einen Blick auf den Datensatz werfen. In ihren Ergebnissen kommen sie unter anderem zu dem Schluss, dass die russischen Trolle mehrere Ziele verfolgten, wie zum Beispiel die Wahl von Hillary Clinton zu verhindern, aber auch das Vertrauen in die amerikanischen Institutionen zu schwächen. Wenn sich eine Gelegenheit zum Trollen bot – wie zum Beispiel nach einem Anschlag oder das Brexit-Referendum, wurde sie genutzt.

Erfolgreiche Trolle tarnen sich als Aktivisten

Eine weitere Erkenntnis: Beide Troll-Gruppen nahmen sich sehr gespaltene Communities vor. Die russischen Trolle wollten weiter polarisieren, die iranischen ihre Botschaften verbreiten. Die russischen Trolle hatten dabei auch das Ziel, jeden zu erzürnen – und befeuerten beide Seiten einer Kontroverse.

Das Ziel der Propaganda-Accounts war es aber nicht nur, die Gesellschaften zu destabilisieren, sondern sie dienten vor allem den Interessen Russlands und des Iran. Insgesamt, so das Ergebnis, hatten die Anstrengungen der Trolle aber eher weniger Erfolg – mit Ausnahme der USA. Die erfolgreichsten Trolle ahmten dabei die Techniken echter politischer Aktivisten nach.

Spiegel Online“ hat sich auch angeschaut, wie die Propaganda-Accounts in Deutschland vorgingen: So seien die Trolle besonders während der Bundestagswahl aktiv gewesen.

Von asu/RND

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