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Digital Vor US-Wahl 2020: Facebook stellt strengere Regeln für Wahlwerbung auf
Nachrichten Digital Vor US-Wahl 2020: Facebook stellt strengere Regeln für Wahlwerbung auf
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11:31 29.08.2019
Künftig müssen Werbekunden mehr Informationen über ihre Organisation preisgeben, um zugelassen zu werden.
Menlo Park

Facebook will vor der US-Präsidentschaftswahl 2020 seine Transparenz bei Wahlwerbung verstärken. „Die Menschen sollten wissen, wer versucht, ihre Wahl zu beeinflussen und Werbekunden sollten nicht in der Lage sein zu verschleiern, wer für die Anzeigen zahlt“, teilte das soziale Netzwerk am Mittwoch auf seinem US-Blog mit. Facebook war seit dem Skandal um mutmaßliche russische Einmischung in die US-Präsidentenwahl 2016 zunehmend unter Druck geraten, seine Transparenz zu verbessern.

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Ohne Autorisierung keine Werbeanzeige

Ab Mitte September werden demnach strengere Regeln für den Autorisierungsprozess für US-Werbekunden gelten. Künftig müssten diese mehr Informationen über ihre Organisation preisgeben, um zugelassen zu werden, hieß es. Sollten sie den neuen Regeln bis Mitte Oktober nicht Folge leisten, würden ihre Werbeanzeigen gestoppt, teilte Facebook mit.

Grund für die Verschärfung der Regeln sei unter anderem, dass Werbekunden in einigen Fällen versucht hätten, irreführende Disclaimer mit dem Hinweis „Bezahlt von“ auf ihren Anzeigen zu führen. Mit dem Schritt wolle man es Anzeigenkunden schwerer machen zu verstecken, wer sich hinter der Werbung verberge, teilte Facebook mit.

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Informationen über Werbeanzeigen einsehbar

Für weitere Transparenz soll ein Archiv sorgen. In der Werbebibliothek von Facebook können Nutzer spezifische Informationen über Werbeanzeigen erhalten. Die Informationen sollen ausgegebene Beträge für Anzeigen umfassen, außerdem den prozentualen Anteil der Nutzer, die die Anzeigen sahen. Auch Hinweise über Anzeigen die erst aktiv waren, dann aber von Facebook abgelehnt - gelöscht - wurden, sind nachzulesen.

Auch in Deutschland müssen Personen oder Organisationen, die Wahlwerbung schalten, einen Disclaimer erstellen, der auf der jeweiligen Anzeige zu sehen ist. Dieser darf laut dem Unternehmen „nicht die Formulierung "Bezahlt von" enthalten“, da dieser Hinweis bereits von Facebook selbst verwendet werde.

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RND/dpa

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