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Nachrichten Diese Männer und Frauen wollen Theresa May beerben
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08:01 11.06.2019

Diese Männer und Frauen wollen Theresa May beerben

Boris Johnson, der ehemalige Bürgermeister von London und Ex-Außenminister, liebt das Rampenlicht und mag die Medien. Er ist einer der bekanntesten Politiker Großbritanniens. Bei Buchmachern ist er derzeit der Favorit, um May abzulösen. Der 54-Jährige war ein Wortführer der Brexit-Befürworter, die eine Mehrheit der Briten 2016 davon überzeugten, für einen Austritt aus der EU zu stimmen. Er vertritt eine harte Haltung zum Brexit. Johnson hat angekündigt, dass Großbritannien die EU am 31. Oktober mit oder ohne ein Abkommen verlassen werde. Er drohte zudem, eine vereinbarte Zahlung von 39 Milliarden Pfund vorzuenthalten, wenn die EU es Großbritannien schwer machen sollte.

Quelle: Owen Humphreys/PA Wire/dpa

Der 52-jährige Jeremy Hunt ist seit dem Rücktritt Johnsons Außenminister. Vor dem Referendum 2016 hatte er sich zwar noch für den Verbleib Großbritanniens in der EU eingesetzt, doch mit einer Reihe von provokativen Äußerungen versuchte er zuletzt, sich einen Namen als Brexit-Befürworter zu machen. Unter anderem verglich er die Europäische Union mit der Sowjetunion. Er hat angekündigt, dass er über ein besseres Brexit-Abkommen verhandeln und Großbritannien aus der EU nehmen werde. Hunt gilt als ausgeglichen und kompetent. Er kann sehr gut kommunizieren, aber einige bezweifeln, dass er auffallend genug ist, um die Wählerschaft zu begeistern.

Quelle: Victoria Jones/PA Wire/dpa

Michael Gove hatte wie Johnson die Kampagne für einen Ausstieg aus der EU angeführt. Der 51-jährige Gove ist derzeit Umweltminister. Er hatte Mays Brexit-Politik unterstützt, auch wenn frühere Kollegen ihr Rückzugsabkommen kritisierten. Unter Anhängern eines Brexits um jeden Preis schadet ihm das. Die Aussichten für Gove, May beerben zu können, dürften sich am Wochenende verschlechtert haben: Der Umweltminister gab zu, vor mehr als 20 Jahren mehrmals Kokain konsumiert zu haben - und wurde dafür von verschiedenen Seiten scharf kritisiert. Er selbst sprach von einem großen Fehler, wollte aber an seiner Kandidatur festhalten.

Quelle: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa