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Nachrichten “Ein Mann des starken Wortes“ – Reaktionen auf den Tod von Roman Herzog
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12:39 10.01.2017

“Ein Mann des starken Wortes“ – Reaktionen auf den Tod von Roman Herzog

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Mit dem Tod von Alt-Bundespräsident Roman Herzog hat Deutschland nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) eine „beeindruckende Persönlichkeit“ verloren. „Mit Roman Herzog geht einer der ganz großen Bayern“, sagte Seehofer. Herzog sei ein hoch angesehener Bundespräsident für alle Deutschen gewesen, der zugleich dem Freistaat Bayern immer in besonderer Weise verbunden geblieben sei. „Klug, weitsichtig, mutig, mit großer Liebe zum offenen Wort und dabei stets bescheiden haben wir ihn erlebt - als Bundespräsident, als Präsident des Bundesverfassungsgerichts, als Minister“, betonte Seehofer. Unvergessen sei seine „Ruck-Rede“, mit der er Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes aufgerüttelt habe.

Quelle: dpa

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bezeichnete Herzog als „geradlinigen, ehrlichen und klugen Menschen“. Auch als Präsident des Bundesverfassungsgerichts habe Herzog immer „glaubwürdig für Grundrechte, den Rechtsstaat und Mitmenschlichkeit“, gestanden, erklärte Steinmeier.

Quelle: dpa

Auch der frühere CSU-Chef Edmund Stoiber lobte die politische Leistung des Alt-Bundespräsidenten. „Roman Herzog war ein Vordenker der Freiheit und des Fortschritts. Er war ein Mutmacher und Motivator, der nicht zuletzt mit seiner berühmten „Ruck-Rede“ den Boden für weitreichende Reformen in Deutschland bereitet hat“. Als gebürtiger Landshuter sei Herzog mit seinem Herzen immer ein Bayer geblieben. „Seine Orientierung gebende, kritische Stimme wird uns fehlen“, sagte Stoiber.

Quelle: dpa
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