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09:00 16.10.2019

Wussten Sie ...?

... dass die DDR die höchste Dichte an Gartengrundstücken in der ganzen Welt hatte? Nach Schätzungen gab es rund 3,4 Millionen Datschen. Dieses Wort für ein Grundstück mit Wochenend- oder Gartenhaus wurde dem Russischen entlehnt und ist mittlerweile in den gesamtdeutschen Sprachgebrauch eingegangen. Die Vergabe der begehrten Grundstücke regelte der Staat. Es entstanden ganze Siedlungen, etwa an Seen. Für den Historiker Stefan Wolle sind diese „Parzellen des Glücks“ das Symbol für die Flucht der DDR-Bürger ins Private.

Quelle: Florian Schuh/dpa-tmn

... dass in der DDR die Selbstmordrate besonders hoch war? Im weltweiten Vergleich nahm der ostdeutsche Staat laut der Stiftung Aufarbeitung seit seinem Bestehen einen Spitzenplatz ein. Demnach waren die Selbstmordraten durchgängig etwa eineinhalb mal höher als in der Bundesrepublik. Anfang der Sechzigerjahre wurde ein deutlicher Anstieg der Suizidrate beobachtet. Experten führen das auf den Mauerbau zurück. Am stärksten war der Zuwachs in Bezirken wie Potsdam, Ost-Berlin oder Frankfurt (Oder), die nah an der Mauer lagen.

Quelle: dpa

... dass schon 1987 ein Lied Osten und Westen verband. Und auch in Ost-Berlin kennen es die Menschen. „Berlin, Berlin, dein Herz kennt keine Mauern“ von John F. und den Gropiuslerchen. Die Aussage des Songs: Die Mauer kann nicht auf Dauer bestehen bleiben, Berlin ist eine Stadt. Der Song wird in den „Tagesthemen“ und dem „heute-journal“ vorgestellt. Einen Tag nach dem Mauerfall arbeitet der Musiker U.W.A. Heyder schon an einer neuen Version des Liedes – mit Politikerstimmen unter anderem von Kohl, Brandt und Genscher. Das Lied schafft es sogar in die Charts – für neun Wochen.

Quelle: imago images/sepp spiegl