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Nachrichten Wussten Sie ...?
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09:00 16.10.2019

Wussten Sie ...?

... dass der September für Videofans in der DDR ein guter Monat war? Damals kamen die ersten Videorekorder in den Handel, die nicht mit harter Westmark, sondern in der einheimischen Währung bezahlt werden konnten. Ein Gerät der japanischen Firma Sanyo kostete 7350 DDR-Mark. Zum Vergleich: Das Durchschnittseinkommen lag in der Zeit bei rund 1250 Mark. Trotzdem bildeten sich lange Schlangen vor den Fachgeschäften. Eine Kassette kostete 90 Mark. In der DDR wurden keine eigenen Videorekorder produziert.

Quelle: imago-images.de

... dass Jeans in der DDR ein Zeichen für Rebellion waren? In den Fünfziger- und Sechzigerjahren waren die „Nietenhosen“ verpönt. Sie galten als Exportgut des Westens und als systemgefährdend. Wer doch eine hatte, trug sie oft aus Protest. 1972 ließ Ulrich Plenzdorf Edgar Wibeau in „Die neuen Leiden des jungen W.“ sagen: „Jeans sind eine Einstellung und keine Hose.“ Erst 1974 erlaubte die DDR-Führung eine eigene Jeansproduktion, die in den Marken Wisent, Boxer und Shanty auf den Markt kamen. Danach wurde die Hose nach und nach gesellschaftsfähig.

Quelle: imago images / Westend61

... dass der Gründungsaufruf des Neuen Forums mit den Worten beginnt: „In unserem Lande ist die Kommunikation zwischen Staat und Gesellschaft offensichtlich gestört.“? Das Dokument unterzeichnen am 9. September 1989 30 Bürgerrechtler: Katja Havemann, die Witwe des Oppositionellen Robert Havemann, ist genauso dabei wie Bärbel Bohley (Foto, li.) und Jens Reich (Foto, re.). Die Opposition in der DDR beginnt nun, sich stärker zu organisieren. Am 12. September rufen unter anderem Konrad Weiß und Wolfgang Ullmann die Bürgerbewegung Demokratie jetzt ins Leben.

Quelle: imago/Werner Otto