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Kultur Jury und Weltpremiere: Schauspielerin Julia Hartmann zu Gast in Lübeck
Nachrichten Kultur Jury und Weltpremiere: Schauspielerin Julia Hartmann zu Gast in Lübeck
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18:29 01.11.2019
Weltpremiere bei den 61. Nordischen Filmtagen: Schauspielerin Julia Hartmann ist nicht nur Jurymitglied für den NDR-Filmpreises, sondern stellt auch ihren neuen Film „Auf einmal war es Liebe“ vor. Quelle: Olaf Malzahn
Lübeck

Sie wusste nicht, wie sie sich auf ihren Job als Jurymitglied vorbereiten sollte. Die Schauspielerin Julia Hartmann sitzt bei den 61. Nordischen Filmtagen in der Jury für den mit 12.500 Euro dotierten NDR-Filmpreis, der am Sonnabend bei der Filmpreisnacht im Theater Lübeck vergeben wird.

Als Jurymitglied auf das Bauchgefühl verlassen

„Ich dachte erst: Soll ich mir nun alles zu den Filmen durchlesen, informiere ich mich zu den Hintergründen der Filme? Ich war unsicher“, sagt die 34-Jährige, die dann aber doch eine Lösung gefunden hat. „Ich habe mich einfach gar nicht vorbereitet. So kann ich mich dann auf mein Bauchgefühl verlassen.“

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18 Spielfilme sind im Wettbewerb um den Preis. Hartmann schaut pro Tag etwa vier bis fünf. „Das ist schon heftig“, sagt die Berlinerin. „Manchmal mischen sich die Filme in meinem Kopf. Man muss sich schon ziemlich konzentrieren.“

„Bei guten Filmen muss ich an nichts Technisches denken“

Julia Hartmann sitzt mit vier weiteren Filmprofis in der Jury für den NDR-Filmpreis. Nachdem sie einen Film gesehen haben, sprechen sie gemeinsam darüber. „Das hilft mir sehr“, sagt Hartmann, die sich nur selten zu den Filmen Notizen macht. „Wenn wir über die Filme diskutieren und ich die verschiedenen Meinungen höre, dann schärft sich meine Bewertung des Films und ich kann meine Gefühle zu dem Film in Worten ausdrücken.“

Denn, was für Julia Hartmann einen guten Film ausmacht, kann sie gar nicht pauschal sagen. „Ich will Filme nicht vom Kopf her bewerten, sondern emotional. Bei einem guten Film muss ich an nichts Technisches denken. Ich mache mir keine Gedanken darüber, wie die Schauspieler etwas umgesetzt haben, wie die Kameraführung war oder was man besser hätte machen können. Bei einem guten Film denke ich an gar nichts, er fesselt mich einfach.“

Manchmal mischen sich die Filme in meinem Kopf. Man muss sich schon ziemlich konzentrieren“, sagt Schauspielerin Julia Hartmann, die in der Jury für den mit 12.500 Euro dotierten NDR-Filmpreis sitzt. Quelle: Presse Foto Nord - Olaf Malzahn

„Da ging bei mir nichts los“

Von solchen Filmen, die Julia Hartmann einfach nur fesseln, waren einige dabei. „Die Filme waren zum größten Teil wirklich stark, sehr unterschiedlich, aber alle wirkten bei mir nach. Ich muss im Nachhinein oft an gewisse Szenen denken“, sagt Hartmann. „Die Entscheidung wird sehr schwierig. Ich kann selbst für mich noch keinen Favoriten ausmachen.“

Nur bei zwei Filmen kann sie sicher sagen, dass sie sie nicht für den Preis vorschlagen wird. „Die waren auch nicht schlecht, das kann ich nicht sagen. Aber während ich sie geguckt habe, ging bei mir nichts los, sie haben mich nicht reingezogen.“

Ausgiebige Spaziergänge zwischen den Filmen

Zwischen den vielen Filmen, die Julia Hartmann schauen muss, macht sie ausgiebige Spaziergänge durch die Lübecker Altstadt. „Lübeck ist wirklich wunderschön, ich mag Marzipan und ich stehe auf die ganzen alten Häuser und die Atmosphäre in der Innenstadt“, sagt Hartmann.

„Nach so einem Spaziergang habe ich den Kopf wieder frei und kann mich konzentrieren. Der NDR-Filmpreis ist ja ziemlich hoch dotiert – ich möchte meinen Job so gut wie möglich machen.“

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