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Kultur im Norden 100 Jahre Platt auf Lübecker Bühnen
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07:00 07.10.2019
„De Muusbuck“ aus dem Jahr 2000 mit Gerd Meier und Kirsten Mehrgardt – sie wurde in diesem Jahr zur neuen Leiterin der Niederdeutschen Bühne gewählt Quelle: . Foto: alice KRANZ-PAETOW
Lübeck

Die Niederdeutsche Bühne Lübeck von heute ging aus der Plattdütschen Volksgill hervor, die im vergangenen Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum gefeiert hat. Als deren Tochter wurde sie im Herbst 1919 als „Nedderdütsche Speeldeel to Lübeck“ gegründet. Gespielt wurde in der Stadt und auf den Dörfern – mit oder ohne Kulissen. Als städtische Aufführungsorte dienten damals die Flora, das Gesellenhaus, das Kolosseum und das Gewerkschaftshaus.

Erinnern Sie sich? Eine Auswahl schöner Stücke der Niederdeutschen Bühne Lübeck

Seit 1928 Zusammenarbeit mit dem Theater

Ab dem 1. Januar 1928 nannte sich die Speeldeel „Niederdeutsche Bühne Lübeck“, und das Stadttheater sicherte seine Unterstützung und seine Zusammenarbeit zu – eine Tradition, die bis heute gepflegt wird: Oftmals führen Profis Regie, und neben den Aufführungen in den Vororten und der Umgebung gehören Gastspiele in den Kammerspielen des Theaters Lübeck zum festen Bestandteil. 1928 erfolgte eine Aufnahme in den Bühnenbund Schleswig-Holstein. In den 1980er Jahren zeigte der NDR zwei Aufzeichnungen der Lübecker Bühne.

Kulturpreis der Lübecker Nachrichten

Ein Abonnement wurde in der Spielzeit 1987/88 eingeführt. 1990 gewann die Bühne den Kulturpreis der „Lübecker Nachrichten“ mit dem Lustspiel „Ja, so een Keerl bün ik“. Zu den Höhepunkten in der Bühnengeschichte zählten die Aufführungen des Stücks „De Düdesche Schlömer“, die 2007 und 2008 zahlreiche Besucher in die Lübecker Katharinenkirche lockte.

Mehr über die nächste Premiere und die Saison 2019/20 lesen Siehier

Kirsten Mehrgardt ist die neue Leiterin

Für die kommenden zwei Jahren wurde Kirsten Mehrgardt zur neuen Bühnenleiterin der Niederdeutschen Bühne Lübeck gewählt. Die 66-jährige ist in Angeln bei Flensburg geboren und aufgewachsen, spricht „platt von der Leber weg“.

1983 zog sie in die Hansestadt an der Trave und spielt seit gut drei Jahrzehnten bei der Niederdeutschen Bühne Lübeck. Sie schlüpfte in der Zeit in zahlreiche Rollen. Besonders lebhaft erinnert sie sich an ihren ersten Auftritt in „Rut ut de Puschen“ unter der Regie von Otto Sawicki. In „Een haart ut Schokolaad oder ‚Heinrich sein sötes Leven’ “ verkörperte sie in der vergangenen Spielzeit auf der Bühne „mit viel Spaß“ sechs verschiedene Frauentypen.

Die Sonderschullehrerin, die jetzt nach 44 Dienstjahren in Pension gegangen ist, will auch als Leiterin der Bühne weiterhin spielen und sich für die Pflege des Niederdeutschen Theaters einsetzen, das 2014 in das bundesweite Verzeichnis der Unesco als „immaterielles Kulturerbe“ aufgenommen worden ist.

Von Dorothea Kurz-Kohnert

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