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Kultur im Norden 25 Jahre Lübecker Sommeroperette
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08:00 09.06.2019
Freuen sich auf eine tolle Jubiläumssaison: Kreispräsident Harald Werner, Sommeroperettenintendant Michael P. Schulz und Seniorenbeiratsvorsitzender Siegfried Müller (v.l.). Quelle: Foto: sopico.de
Lübeck

Michael P. Schulz ist ein Enthusiast, sein Feld ist die Operette. Und er ist ein Idealist, denn sonst wäre es ihm nicht gelungen, die von ihm gegründete Lübecker Sommeroperette 25 Jahre lang am Leben zu erhalten. In der Jubiläumsspielzeit bietet er ein außergewöhnliches Programm.

Schwank-Operette von Hugo Hirsch

Im Geisler-Theater beginnt die Spielzeit am Freitag, 21. Juni, und Sonntag, 23. Juni, mit zwei Vorstellungen der Regen-Revue „Singin‘ in the Rain“. Am 28. Juni hat eine ganz besondere Ausgrabung von Michael P. Schulz Premiere, die Operette „Die tolle Lola“ von Arthur Rebner mit der Musik von Hugo Hirsch. Schulz: „Es ist eine Schwank-Operette im typischen Berliner Stil, Hugo Hirsch war einer der wichtigsten Komponisten in diesem Genre. Weil er Jude war, durften seine Stücke nicht mehr gespielt werden, fast das gesamte Notenmaterial wurde vernichtet. Nur ein Klavierauszug der ,Tollen Lola‘ hat diese sogenannte Säuberung überstanden.“ Deshalb wird das Werk im Geisler-Theater nur mit Klavierbegleitung aufgeführt. „Die Musik ist rhythmusbetont und eingängig, von Hugo Hisch stammt unter anderem ja auch das bekannte Lied ,Wer wird denn weinen, wenn man auseinander geht‘. Das Stück steht in bester Schwank-Tradition und ist ganz einfach lustig und auch ein wenig frivol“, sagt Schulz weiter. Zu sehen ist „Die tolle Lola“ bis zum 3. August.

Best of der vergangenen Jahre

Das Jubiläum feiert die Sommeroperette mit einer groß angelegten Revue mit dem Titel „Operetten-Geschichte(n)“. Es erklingen Ausschnitte aus allen Werken, die in den vergangenen 24 Jahren bei der Sommer-Operette aufgeführt wurden. „Der Bogen reicht von Mozart bis Lehár und von Offenbach bis Kálmán“, sagt Michael P. Schulz. Sage und schreibe 75 Titel hat er für seine Revue ausgesucht, die allerdings nicht mit allen Strophen und allen Wiederholungen aufgeführt werden. „Das Programm bietet gut zweieinhalb Stunden Musik“, sagt Schulz. Premiere ist am Freitag, 12. Juli, im Jugendstilsaal des Johanneums, die Revue läuft bis zum 4. August.

„Diener zweier Herrn“ als Singspiel

Zum Jubiläum hat die Sommeroperette erstmals einen Kompositionsauftrag vergeben. Der Lübecker Komponist Michael Töpel hat Carlo Goldonis berühmte Komödie „Der Diener zweier Herren“ vertont. Schon Mozart wollte aus diesem Stoff ein Singspiel machen, Michael Töpel hat sich daran orientiert und ein Werk mit musikalischen Nummern und gesprochenen Dialogen geschrieben. Auch das Libretto stammt von Michael Töpel. Am Freitag, 19. Juli, wird „Der Diener zweier Herren“ in der Johanneum-Aula uraufgeführt, zu sehen ist die Oper bis zum 3. August.

Zu Gast in Travemünde

Die Lübecker Sommeroperette macht auch in diesem Jahr wieder einen Ausflug nach Travemünde. Im „Gläsernen Opernhaus am Meer“ finden zwischen dem 24. Juni und dem 5. August vier Veranstaltungen statt.

Der Vorverkauf für die Jubiläums-Spielzeit der Lübecker Sommer-Operette hat begonnen.

Jürgen Feldhoff

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