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Kultur im Norden Wo alle Register gezogen werden
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18:47 22.09.2018
Die Kirchenmusik-Professoren Franz Danksagmueller (l.) und Arvid Gast freuen sich auf den 5. Buxtehude-Wettbewerb. Quelle: 54° / Felix Koenig
Lübeck

So viel Können und Musikalität auf höchstem Niveau kommen selten an einem Ort zusammen, für uns ist es eine Ehre, mit dabei sein zu dürfen!“, sagt die Orgelstudentin Naomi Seng. Die 22-Jährige gehört zum Organisationsteam des Internationalen Buxtehude-Orgelwettbewerbs, der zum fünften Mal in Lübeck ausgetragen wird. „Die Begegnung mit den herausragenden Organisten, die hier in Lübeck gegeneinander antreten, ist großartig und inspirierend! Hinzu kommen die historischen Instrumente, auf denen die 300 und 400 Jahre alten Stücke zu ganz ungeahntem Leben erwachen“, schwärmt die Studentin der Musikhochschule Lübeck.

Junge Organisten im Wettbewerb

17 junge Organistinnen und Organisten aus der ganzen Welt werden in dieser Woche bis zum 29. September buchstäblich alle Register ziehen, um sich an den wertvollen Orgeln in Lübeck und Hamburg zu messen. „Durch diese einzigartige Orgelsituation befindet sich der Buxtehude Orgelwettbewerb in einer herausragenden Position unter den zahlreichen Orgelwettbewerben unserer Zeit“, sagt der Juryvorsitzende Jon Laukvik. „Nicht einmal der seit 1971 stattfindende Chartres-Orgelwettbewerb, quasi die „Mutter“ und wohl berühmteste aller Orgelwettbewerbe, kann eine so beeindruckende Orgelsituation zur Verfügung stellen“, fügt der Norweger hinzu. St. Jakobi Lübeck etwa beherbergt mit seinen historischen Orgeln noch Originalinstrumente aus der Zeit Buxtehudes. Sie gehören zu den ältesten erhaltenen Orgeln weltweit.

Der Buxtehude-Wettbewerb ist der weltweit einzige, der sich dem Thema Alte Musik in Verbindung mit der Norddeutschen Orgelkultur widmet. Die Jury ist international besetzt. Neben Jon Laukvik gehören ihr weitere renommierte Organisten an wie Michel Bouvard (Frankreich), Pieter van Dijk (Niederlande), Ja-Kyung Oh (Südkorea), Wolfgang Zerer (Deutschland) und die beiden Lübecker Professoren Arvid Gast und Franz Danksagmüller.

Alte Musik und Orgelkultur

Der Wettbewerb wird in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg durchgeführt von der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck, der Familie Junge-Stiftung Lübeck, der Oscar und Vera Ritter-Stiftung sowie der Gerhard Trede-Stiftung gefördert. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 16 000 Euro vergeben. Die Wettbewerbsteilnehmer präsentieren sich unter anderem mit Werken von Bach, Buxtehude, Tunder und zeitgenössischen Orgelwerken.

Die erste und zweite Runde finden an der Lübecker St. Jakobikirche sowie an den Hamburger Kirchen St. Jacobi und St. Katharinen statt. Erst ab der Finalrunde ist der Wettbewerb öffentlich zugänglich. In Lübeck präsentieren sich die Finalisten am Freitag, 28. September in St. Jakobi mit fünf öffentlichen Wertungsspielen um 15 Uhr, 16 Uhr, 17 Uhr, 19 Uhr und 20 Uhr. Wer den Wettbewerb gewonnen hat, gibt die Jury nach einer Beratung ab 21.30 Uhr bekannt. Beim Preisträgerkonzert mit Preisverleihung stellen sich die Gewinner am Samstag, 29. September um 19 Uhr in St. Jakobi dem Publikum vor.

Der Namensgeber des Wettbewerbs, Dieterich Buxtehude (1637 bis 1707), gehört zu den großen europäischen Musikerpersönlichkeiten des Barock und ist der wichtigste Vertreter der Norddeutschen Orgelschule. St. Jakobi Lübeck beherbergt mit seinen historischen Orgeln noch Originalinstrumente aus der Zeit Buxtehudes. Sie gehören zu den ältesten erhaltenen Orgeln weltweit. Ihre Hauptwerke stammen aus den Jahren 1466 und 1467. Der Buxtehude-Wettbewerb fand erstmals als Teil des Buxtehude-Festjahres Lübeck 2007 statt und wird alle drei Jahre von der MHL ausgetragen. Seitdem sind über hundert internationale Organistinnen und Organisten nach Lübeck gekommen, um sich am Wettbewerb zu beteiligen.

Der Eintritt zur Finalrunde und zum Preisträgerkonzert ist frei.

Die Finalrunde des Wettwebers und das Preisträgerkonzert sind öffentlich; der Eintritt ist frei. Finalrunde: 28.9. ab 15 Uhr, St. Jakobi; Abschlusskonzert: 29. September ab 19 Uhr, St. Jakobi Lübeck

LN

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