Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Kultur im Norden Filmforum: Alle Filme und Spielzeiten im Überblick
Nachrichten Kultur Kultur im Norden

63. Nordische Filmtage Lübeck: Das Filmforum im Überblick

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:02 02.11.2021
„Alles in bester Ordnung“: Im Regiedebüt von Natja Brunckhorst muss sich die Sammlerin Marlen (Corinna Harfouch), deren Wohnung seit Jahren niemand betreten hat, einem Ordnungsfanatiker stellen.
„Alles in bester Ordnung“: Im Regiedebüt von Natja Brunckhorst muss sich die Sammlerin Marlen (Corinna Harfouch), deren Wohnung seit Jahren niemand betreten hat, einem Ordnungsfanatiker stellen. Quelle: Bernd Spauke
Anzeige
Lübeck

Spielfilme, Dokus, Kurzfilme – das Programm im Filmforum hat einiges zu bieten.

SPIELFILME

Eisland: Schwarze Komödie mit Axel Prahl als rückenschmerzgeplagter Lieferant für Tiefkühlkost. Aus Not verheimlicht der gutmütige Witwer den Tod einer Kundin und verstrickt sich immer tiefer in ein Lügennetz. Doch der neugierige Nachbar gibt keine Ruhe.

Regie: Ute Wieland

dt. OF, mit Autodeskription

Sa 6.11., 10:15 Uhr, CS 7

Ein großes Versprechen: Juditha und Erik freuen sich auf den gemeinsamen Ruhestand, doch Judithas Krankheit stellt die Beziehung vor eine große Herausforderung. Tragische Liebesgeschichte mit Dagmar Manzel und Rolf Lassgård in den Hauptrollen.

Regie: Wendla Nölle

dt. OF, engl. UT

Do 4.11., 16:15 Uhr, CS 7

Fr 5.11., 10:15 Uhr, CS 7

Der menschliche Faktor: Suspense-Drama. Der Zusammenhalt einer Familie wird auf die Probe gestellt. Wer waren die Fremden, die sie in ihrem Ferienhaus angetroffen haben? Was ist genau passiert? Alle haben unterschiedliche Erinnerungen an den mysteriösen Vorfall.

Regie: Ronny Trocker

franz., fläm., dt. OF, dt. UT

Sa 6.11., 22:15 Uhr, CS 7

Spielstätten

CineStar Filmpalast Stadthalle (CS), Mühlenbrücke 11

Kolosseum (KO), Kronsforder Allee 25

Kommunalen Kino – KoKi (KoKi), Mengstraße 35

CineStar Lübeck – das Filmhaus (FH), Königstraße 38-40

St. Jakobi zu Lübeck, Jakobikirchhof 3

Niemand ist bei den Kälbern: Hochsommer in Nordwestmecklenburg. Christin möchte ihrem eingefahrenen Leben und ihrer lieblosen Beziehung entfliehen – doch wohin und wie, weiß sie auch nicht so genau. . . Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsromans von Alina Herbing.

Regie: Sabrina Sarabi

dt. OF, engl. UT

Sa 6.11., 19:15 Uhr, CS 7So 7.11., 13:45 Uhr, CS 6

Blutsauger: August 1928, Ostseeküste. Der sowjetische Schauspieler Ljowuschka verliebt sich in die schillernde Fabrikerbin Octavia, doch in dem mondänen Seebad geht ein Vampir um. Die Marxsche Metapher vom Kapitalisten als Blutsauger inszeniert als sommerliche Komödie.

Regie: Julian Radlmaier

dt. OF, engl. UT

Fr 5.11., 19:15 Uhr, CS 7

Alles in bester Ordnung: Marlen lässt schon lange niemanden mehr in ihre Wohnung, die voller Sachen steht, von denen sie sich nicht trennen kann. Fynn möchte am liebsten nichts besitzen, um sich frei zu fühlen. Ein Zufall führt die beiden zusammen und Gegensätze ziehen sich an.

Regie: Natja Brunckhorst

dt. OF, engl. UT

Mi 3.11., 19:15 Uhr, CS 7Do 4.11., 10:15 Uhr, CS 7

DOKUMENTARFILME

Alles, was man braucht: Was brauchen wir zum alltäglichen Leben? Auf der Reise durch norddeutsche Dörfer trifft die Filmemacherin auf engagierte Menschen, die versuchen den Lebensmittelhandel auf dem Land wieder zu beleben und so neue soziale Treffpunkte schaffen.

Regie: Antje Hubert

dt. OF

Sa 6.11., 16:15 Uhr, CS 7

Für nichts und wieder nichts: Zeitzeugenberichte: Als junge Männer wurden sie Opfer der DDR-Justiz, als alte erinnern sie sich an die unmenschlichen Haftbedingungen, das staatliche Unrecht und persönliche Erlebnisse, die sie bis heute nicht losgelassen haben.

Regie: Margot Neubert-Maric, Gisela Tuchtenhagen

dt., plattdt. OF, dt. UT

So 7.11., 10:15 Uhr, CS 7

Heimat sucht Seele: Der Syrer Saher kam 2015 nach Kiel, seine Frau und zwei kleine Söhne erst vier Jahre später. Für ein Jahr begleitete Filmemacherin Hille Norden die Familie, die nach der langen, unfreiwilligen Trennung in der neuen Heimat wieder zusammenfinden muss.

Regie: Hille Norden

dt., arab. OF, dt. UT

Fr 5.11., 16:15 Uhr, CS 7

La Cen: Bittersüßes Porträt eines aus der Zeit gefallenen Ortes. Mit sowjetischer Unterstützung sollte auf Kuba das erste Atomkraftwerk der Karibik gebaut werden. Zurück blieben eine verstaubte Planstadt und enttäuschte Träume vom technischen Fortschritt.

Regie: Julius Dommer

span. OF, dt. UT

Mi 3.11., 22:15 Uhr, CS 7

Monobloc: Der Monobloc ist das meistverkaufte Möbelstück aller Zeiten. Für manche eine geschmackliche Bedrohung, für andere die einzige erschwingliche Sitzgelegenheit. Eine Reise rund um die Welt auf den vielen Spuren des bekannten Plastikstuhls.

Regie: Hauke Wendler

OF, dt. UT

Do 4.11., 19:15 Uhr, CS 7

Das starke Geschlecht: In seinem Interviewfilm hinterfragt der Lübecker Regisseur Jonas Rothlaender das gegenwärtige Verständnis von Männlichkeit und männlicher Sexualität. Es geht um Stereotype und Erwartungen, um Dominanz und Selbstzweifel und immer auch um Macht.

Regie: Jonas Rothlaender

dt. OF, engl. UT

Fr 5.11., 22:15 Uhr, CS 7

TICS – mit Tourette nach Lappland: Ein neuropsychologisches Experiment im Norden Finnlands: Gemeinsam mit dem Lübecker Professor Alexander Münchau begeben sich Daniel, Marika und Leo auf eine Reise, um in der Einsamkeit mehr über sich selbst, ihre Tics und das Tourette-Syndrom zu erfahren.

Regie: Thomas Oswald

dt., finn. OF

So 7.11., 16:15 Uhr, CS 7

KURZFILMPROGRAMME

Ein Ort ist ein Moment aus Zeit

Jeder Ort besitzt seinen Rhythmus, jede Geschichte ihre Zeit. Künstlerische Experimente, die unsere Wahrnehmung fordern und sinnliches Kino schaffen.

Laufzeit 90 Min.

BAB7: Der Hamburger Hafen: mystische Idylle zwischen Beton und Metall. Mit Kamera und Tonbandgerät erforscht der Film die verborgene Romantik dieses Ortes.

Regie: Nizan Kasper

ohne Dialog, engl. ZT

Die Dünen sagten: Die argentinische Küstenstadt Villa Gesell wurde in den Sand gebaut. Wer erdenkt einen solchen Ort? Eine Reise mit den Sinnen.

Regie: Maya Connors

engl., span., dt. OF, dt. UT

First Time: Eine U-Bahnfahrt. Die Hamburger Stadtkulisse zieht am Fenster vorbei, Fahrgäste kommen und gehen. Zwei junge Männer sitzen sich gegenüber, werfen verstohlene Blicke. Es entsteht etwas – nicht viel und doch alles. Künstlerisch-experimenteller Musikfilm.

Regie: Nicolaas Schmidt

ohne Dialog

Do 4.11., 13:15 Uhr, CS 7

Fokus Schleswig-Holstein

Junge Filmschaffende aus Schleswig-Holstein präsentieren ihre Arbeiten.

Laufzeit 70 Min.

Die besten Plätze in Schleswig-Holstein: Schleswig-Holstein ist bekannt für seine wunderschöne Natur. Doch daneben finden sich weitere überraschende „beste Plätze“, die zum Verweilen einladen.

Regie: Joke Tetens, Louis Kohnert, Tobias Eckert, Hannes Strelow, Alex Schünemann

dt. OF, engl. UT

Gewohnheitstier: Wilfrieds routinierter Alltag gerät durcheinander als er eines Morgens einen jungen Mann in seiner Küchenschublade findet, der sich bei ihm einnistet.

Regie: Jano Kaltenbach

dt. OF

Sprung: Ein junger Mann steht am Beckenrand und hadert mit sich. Traumatische Erinnerungen holen ihn ein. Ein Augenblick, in dem Angst und Stärke zusammentreffen.

Regie: Arne Berner

ohne Dialog

Selina: Selina will nur raus. Ihr Freund Nico lädt sie auf eine Spritztour ein, doch in der Beziehung zeigen sich Risse. Was muss Liebe ertragen können?

Regie: Greta Benkelmann

dt. OF, engl. UT

Tischrebellen: Familiärer Kleinkrieg zu Weihnachten. Monja und Pepsi werden von ihrer Großmutter erpresst: ohne gutes Benehmen keine Geschenke. Sie schwören Rache.

Regie: Johann Schultz, Merlin Slamanig

dt. OF, engl. UT

Do 4.11., 22:15 Uhr, CS 7

Sa 6.11., 19:00 Uhr, Koki

Im Schatten der Vergangenheit

Drei Dokumentarfilme über Erinnerungskultur. Wie schreibt sich die Geschichte ins Leben ein und wie vermitteln wir das Vergangene? Laufzeit 74 Min.

Geboren in Ravensbrück: Wie lebt man als Zeitzeugin, wenn man nichts bezeugen kann? Ingelore Prochnow verbrachte ihr erstes Lebensjahr im KZ Ravensbrück, doch sie erfuhr erst als Erwachsene davon. Ein Film über fehlende Erinnerungen und die Suche nach der eigenen Geschichte.

Regie: Jule von Hertell

dt., ukrain. OF, dt. UT

Memory Berliner Zimmer: Collagenhafte Erinnerungsfragmente führen in die Zeit des Kalten Krieges, an vergessene Orte und in die verschwundene Welt eines Berliner Hinterhofs.

Regie: Jörn Staeger

dt. OF, engl. UT

Dreistromland: Wie lässt sich die Schönheit einer vom Trauma geprägten Landschaft künstlerisch darstellen? Maler:innen zu Besuch im Ort Demmin.

Regie: Tom Salt

dt. OF, engl. UT

So 7.11., 13:15 Uhr, CS 7

Alle Infos zu den Nordischen Filmtagen finden Sie hier. Falls Sie einen Film von zu Hause schauen und streamen möchten geht es hier zur Anleitung und den wichtigsten Fragen.

Höhere Mächte

Im Spannungsfeld der Erwartungshaltungen. Wo endet die Fremdbestimmung und wo beginnt der eigene Wille? Filmische Befreiungsschläge. Laufzeit 77 Min.

Der Zufall: Eine Raststätte an der nächtlichen Autobahn. Ein Mann und eine Frau begegnen sich. Ein Zufall?

Regie: Justus Hanfland

dt. OF, engl. UT

Eyes and Horns: Animation über die mythische Gestalt Minotaurus. Ein pulsierender Kampf zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit, bei dem die Grenzen verschwimmen.

Regie: Chaerin Im

ohne Dialog

I Am: Science-Fiction-Drama. Noé findet im Wald eine reglose Androidin und reaktiviert sie. Sie nähern sich an, doch dann beginnt Ela, Noé zu imitieren.

Regie: Jerry Hoffmann

dt. OF, engl. UT

Mira: Mira trägt viel zu viel Verantwortung für sich und ihre kleine Schwester. Viel lieber würde sie auf ihrem Skateboard die Freiheit genießen.

Regie: Roni Zorina

ohne Dialog

Hasen in einer Wiese: Eine Familie in ländlicher Idylle. Der Vater filmt die Kinder mit einer Drohne. Wir streifen mit ihnen durch den Wald. Wer beobachtet und wer überwacht?

Regie: Leonie Kellein

dt. OF, engl. UT

Fr 5.11., 13:15 Uhr, CS 7

Der Wind treibt uns in andere Richtungen

Zwei autobiografische Erzählungen junger Filmemacherinnen reflektieren über Heimat und Identität in der postmigrantischen Gesellschaft. Laufzeit 60 Min.

Verbindung: Eine Fähre auf der Ostsee. Ein Telefonat zwischen Mutter und Tochter. Eine Verbindung auf Distanz.

Regie: Serafima Orlova

russ. OF, dt. UT

Türkische Riviera: Deutsch-türkische Familiengeschichte. Eine poetische Collage aus Interviews, alten und neuen Videoaufnahmen und Archivmaterial. 60 Jahre nach dem Anwerbeabkommen mit der Türkei reflektiert die Filmemacherin über Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Identität.

Regie: Senem Göçmen

türk., dt. OF, dt. UT

Sa 6.11., 13:15 Uhr, CS 7

Von LN