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Kultur im Norden Sehnsucht nach Freude und Jubel
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17:09 27.12.2018
Von der Elbe an die Trave: Andreas Schüller, Chefdirigent der Staatsoperette Dresden. Quelle: Foto: HFR
Lübeck

Traditionell erklingt Beethovens Sinfonie Nr. 9 beim Lübecker Neujahrskonzert, diesmal unter dem Dirigat von Andreas Schüller, am Dienstag, 1. Januar, um 18 Uhr in der Musik- und Kongresshalle. Seit der Saison 2013/14 ist Andreas Schüller Chefdirigent der Staatsoperette Dresden. Er gastierte außerdem an der Grazer Oper, der Komischen Oper Berlin, dem Badischen Staatstheater Karlsruhe und durch mehrere Jahre an der Kölner Oper, mit der er auch ein Gastspiel am Royal Opera House Muscat bestritt.

Besonders zum Jahreswechsel ist die Sinfonie Nr. 9 von Ludwig van Beethoven für viele Menschen zur Tradition geworden. Seit der Uraufführung am 7. Mai 1824 in Wien sind mehr als 190 Jahre vergangen – was macht die Begeisterung für diese außergewöhnliche Sinfonie aus?

Neu war die zur Entstehungszeit Grenzen der instrumentalen Gattung sprengende Anlage des Stückes. Nach einem ausgedehnten ersten Satz folgt bei Beethoven erstmals das Scherzo. Wild und rauschhaft geht es weiter – eine berauschende Steigerung, die dem Werk eine ungeheure Popularität einbringt. Elf Jahre ließ Beethoven sich nach der Vollendung der 8. Sinfonie Zeit, um sein letztes sinfonisches Werk zu schreiben. Die Unvergänglichkeit und Zeitlosigkeit der Sinfonie liegt besonders auch an Beethovens Wahl, Schillers „Ode an die Freude“ zu vertonen. Am treffendsten fasste vielleicht der Komponist Aribert Reimann das Wesen des Werkes zusammen, das zugleich auch seine Faszination in der heutigen Zeit erklärt: „Nach all dem politischen Wirrwarr und den Schrecknissen der Zeit, die auch Beethoven selbst erlebt hat, ist dieses Werk am Ende ein Appell, eine Sehnsucht nach Verbrüderung, nach Freude und Jubel, nach der Utopie eines Weltfriedens, nach einer Welt ohne Kriege und Zerstörung.“

Info: Dirigent Andreas Schüller, Solisten María Fernanda Castillo, Wioletta Hebrowska, Yoonki Baek, Johan Hyunbong Choi, Chöre Chor des Theater Lübeck, Lübecker Singakademie, Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg, Beginn 18 Uhr, Theaterkasse 0451/399 600 Kartenkauf online www.theaterluebeck.de

OTS

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