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Kultur im Norden Bejubeltes Saisonende der Lübecker Sinfoniker
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18:25 24.06.2019
Die Sopranistin Cornelia Ptassek berührte die Zuhörer mit Gedicht-Vertonungen.
Lübeck

Ein herausragendes Konzert mit einem groß besetzten, aber dennoch stets präzise spielenden Orchester, einem energisch leitenden Dirigenten Andreas Wolf und der wunderbaren Sopranistin Cornelia Ptassek. Allein wie diese Sängerin, in Lübeck zuletzt in „Das Wunder der Heliane“ von Franz Schreker zu erleben, die „Vier letzten Lieder“ von Richard Strauss darbot, lohnte den Besuch dieses Konzertes. Berührend und einprägsam sang Cornelia Ptassek diese Vertonungen von Gedichten Hermann Hesses und Joseph von Eichendorffs, diesen großen Abgesang auf eine Epoche und zugleich ein Abgesang Richard Strauss‘ auf das eigene Leben. Der Beifall war groß, die Solistin bedankte sich mit dem frühesten Strauss-Lied „Zueignung“.

Bewegendes Finale mit Strauss’ „Heldenleben“

Eröffnet hatten die Lübecker Philharmoniker das Saison-Finale zuvor mit Franz Liszts sinfonischer Dichtung „Orpheus“. Dirigent Andreas Wolf und sein Orchester trafen den elegischen Grundton der Komposition präzise, auch feinste Klang-Schattierungen wurden präzise umgesetzt. Eine erste große Leistung des Orchesters an diesem Vormittag.

Nach der Pause dann Richard Strauss‘ groß angelegte sinfonische Dichtung „Ein Heldenleben“ aus dem Jahre 1898. Spätromantische Klang-Kaskaden, immer versehen mit einem Quäntchen Ironie, waren hier zu erleben, sehr differenziert in Dynamik und Ausdruck. Vor allem aber beeindruckte Adrian Iliescu, erster Konzertmeister der Hamburger Symphoniker, der für den noch urlaubenden Carlos Johnson eingesprungen war. Er spielte an seiner alten Wirkungsstätte auch die schwierigsten Solo-Passagen mit einer Leichtigkeit, die kaum zu glauben war. Sein Violin-Ton war weich und rund, ausdrucksvoll und wandlungsfähig. Technische Schwierigkeiten schien es für diesen Geiger offenbar nicht zu geben – das war phänomenal musiziert.

Am Ende gab es gewaltigen Beifall für diesen musikalischen Ausflug in Hoch- und Spätromantik, der ebenso beglückend wie eindrucksvoll war. Und der Vorfreude auf die kommenden Saison weckte.

Jürgen Feldhoff

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