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Kultur im Norden Die Abrafaxe in der Hansestadt
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19:03 28.06.2019
Quelle: Mosaik-Comic, Abrafaxe, Heft 523
Berlin/Lübeck

Seit gut einem Jahr sind die Abrafaxe auf der Jagd nach dem Schatz der „Likedeeler“, jener legendären Vitalienbrüder, die im 14. Jahrhundert als Kaperfahrer Ost- und Nordsee unsicher machten. Um den Schatz zu finden, müssen die vier Erben der Piraten, die den Schatz einst versteckten, zusammenkommen. Und eine Spur führt in die Hansestadt Lübeck . . . Davon erzählt der aktuelle Band „Wer traut sich?“, der gerade erschienen ist.

Abrafaxe – das neue Heft

Der neue Mosaik-Band 523 trägt den Titel „Wer traut sich“ und führt Abrax, einen der drei Abrafaxe, nach Lübeck. Brabax und Califax hatten die Hanse-Kontore in London und Nowgorod aufgesucht und sich in Stralsund wiedergetroffen. Sie sind nun auf dem Weg zu Abrax nach Lübeck. Findet sich hier der entscheidende Schlüssel zum Schatz der Likedeeler?

Das Heft ist soeben erschienen und kostet 2,95 €

Zeitsprünge sind für die Comic-Kobolde Abrax, Brabax und Califax dank besonderer Kräfte kein Hindernis, seit ihrer Schöpfung 1976 hüpfen sie ohne Reisebeschränkungen durch alle Länder und Epochen – und haben auch die Zeitenwende der deutschen Wiedervereinigung überstanden. Selbstverständlich war das nicht, denn geboren und aufgewachsen sind die Abrafaxe in der Comic-Zeitschrift „Mosaik“ in der DDR, dort wurden sie beliebt und zu Helden der Comic-Kultur. Die Wende überstanden sie, weil Klaus D. Schleiter, Geschäftsführer einer westdeutschen Werbeagentur, sich die Rechte an dem Ost-Comic sicherte. 1991 gab er ihnen im neu gegründeten Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag in Berlin eine neue Heimat. Von hier aus gehen sie seitdem auf neue Zeit- und Abenteuerreisen.

Ausgiebige Recherchen über die historischen Hintergründe

Ein Abrafax-Abenteuer erstreckt sich meist etwa über zwei Jahre und 24 Hefte – die derzeitige Episode spielt in der Hansezeit und hat im aktuellen Heft Nr. 523 schon etwas mehr als die halbe Erzähl-Strecke absolviert. Ein Team aus Autor und Zeichnern entwickelt die Geschichten nach meist ausgiebigen Recherchen über die historischen Hintergründe. Für die Vorbereitung der Hansezeit-Folgen hatte das Mosaik-Kreativ-Team im Januar 2018 Lübeck besucht, um sich vor Ort ein Bild von der mittelalterlichen Altstadt, den Backsteinbauten und der Geschichte der Stadt zu machen. „Wir haben uns alles sehr genau angesehen und lange Gespräche im Europäischen Hansemuseum und im Rathaus geführt“, sagt der künstlerische Leiter des Zeichenteams, Jörg Reuter, dem das Lübecker Marzipan in besonders guter Erinnerung geblieben ist.

Ein anrüchiges Hochzeitsfest . . .

„Der hauptsächliche Teil der Hansezeit-Folgen spielt in Lübeck, die Stadt steht als „Mutter der Hanse“ im Zentrum – so war das ja auch damals schon“, sagt Reuter. Die historischen Kulissen Lübecks, die Kaufmannshäuser, der Schaugiebel des Rathauses, das (eingerüstete) Holstentor finden sich im neuen Abenteuer der Abrafaxe wieder.

Die Marienkirche spielt als Hochzeitskirche im Band eine optisch hervorstechende Rolle, sie wollten die Zeichner als „Schablone der norddeutschen Backsteingotik“ besonders würdigen. In der Marienkirche werden die schöne Ulrike und der hässliche Tiedemann getraut – der Lübecker Kaufmann Hinricus Luneborg hat seine Tochter an den Sohn des Bürgermeisters verheiratet, um endlich in die so wichtige und angesehene Lübecker Zirkelgesellschaft aufgenommen zu werden. Es wird ein etwas anrüchiges Hochzeitsfest . . .

Regine Ley

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