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Kultur im Norden Zwei Regisseure, ein Film
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18:50 01.11.2019
„Romantische Fantasy“: Björn Stein (l.) und Måns Mårlind. Quelle: Olaf Malzahn
Lübeck

Måns Mårlind (50) und Björn Stein (48) sind so etwas wie die skandinavischen Coen-Brüder. Wobei, sie sind keine Brüder, aber sie drehen wie die Coens zusammen Filme. Sie machen das seit vielen Jahren. Im Grunde seit ihrer Jugend, als sie sich mit acht, neun Jahren zum ersten mal begegneten und mit 14, 15 ihr erster Film fertig war: „Wednesday the 11th“, er wurde nicht für den Auslands-Oscar nominiert.

Mehr zu dem Film lesen Sie hier:

Jetzt haben sie ihren fünften großen Film fertig,„Swoon“ heißt er im Original, „Feuer und Flamme“ auf Deutsch. Am Dienstagnachmittag hat er die Filmtage eröffnet. Es ist ein „romantischer Fantasy-Film“, sagt Måns Mårlind.

Aber einer, der auf einer wahren Liebe im Vergnügungspark beruht. Es war nur so, dass kaum jemand diese Geschichte kannte, sie selbst auch nicht. Aber als ihnen jemand davon erzählte, beim Essen und in knappen Worten, da wussten sie: Sie haben ein neues Projekt.

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Immer zu wenig Geld

Etwa vier Millionen Euro hat es gekostet. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass sie schon 70 Millionen ausgeben durften, 2012 bei „Underworld: Awakening“, einem Actionfilm mit Knall und Schall und Rauch, sehr turbulent, sehr rasant und sehr erfolgreich. Aber, sagt Björn Stein, eigentlich hat man beim Film immer zu wenig Geld, selbst bei 70 Millionen. Und die waren auch nur für die Produktion, da war das Marketing noch gar nicht mit drin.

Einen Trailer zum Film sehen Sie hier:

Måns Mårlind hat sich bei „Underworld“ gefragt, was sie da eigentlich gemacht hatten: einen tollen Film? Oder einen großen Unsinn? Er war sich da nicht sicher. Und 14 Monate für einen großen Unsinn aufzuwenden, wäre keine gute Vorstellung gewesen. Aber als David, ihr Fahrer beim Dreh einer TV-Serie in Prag, sich irgendwann am Steuer umdrehte und von „Underworld“ schwärmte, als er begeistert war und fast jede Szene erzählen konnte, da, sagt Måns Mårlind, hat er entschieden: Wir haben den Film für David gemacht.

24-Stundenkönige

Sie sind beide Regisseure und Autoren, auch wenn das Skript für „Feuer und Flamme“ von Mårlind stammt. Und wenn man sie fragt, wie das geht, mit zwei Regisseuren einen Film zu drehen, dann sagen sie: „Der Produzent wirft eine Münze“, und das sei jetzt auch kein Witz. Jedenfalls entscheidet die Münze, wer anfangen darf.

Dann wechseln sie sich jeden Tag ab, jeder ist ein 24-Stundenkönig, bis der Film fertig ist. So wie jetzt „Swoon“, ein Film über eine verbotene Liebe im Vergnügungspark. Und im Grunde, sagen sie, machen die Leute vom Vergnügungspark ja nichts anderes als sie selbst.

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Von Peter Intelmann

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