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Kultur im Norden Galerie Artler zeigt Bilder von Ulrike Obal
Nachrichten Kultur Kultur im Norden Galerie Artler zeigt Bilder von Ulrike Obal
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09:00 29.04.2019
Susanne Adler und Stephan Schlippe hängen die Landschaftsbilder der verstorbenen Künstlerin Ulrike Obal auf. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

Wenn der Tod überraschend kommt, wird Angehörigen und Weggefährten die Möglichkeiten genommen, sich auf den Abschied für immer vorzubereiten. So erging es auch den Kolleginnen und Kollegen der Gemeinschaft Lübecker Künstler. Sie mussten damit fertig werden, dass Ulrike Obal plötzlich nicht mehr da war. Mit der Ausstellung würdigen sie eine Künstlerin, die ihnen fehlt.

„In ihrem Atelier war ihr Geist noch zu spüren“, sagt Stephan Schlippe, der gemeinsam mit Susanne Adler und Jens Lange vom Artler-Führungsteam die Ausstellung kuratiert hat. Gemeint sind ihre Präsenz, ihre Zugewandtheit, ihr Humor – und auch ihre Direktheit.

Auflösung des Figurativen

„In meinen Arbeiten stehen der Mensch und die Landschaft im Mittelpunkt“, hat Ulrike Obal über sich selbst gesagt. Drei Dutzend ihrer Bilder sind in der Ausstellung zu sehen. Entstanden zwischen 1966 und 2017 vermitteln sie einen Eindruck von dem Weg einer Künstlerin, der zugleich Entwicklung zeigt wie auch Treue zu sich selbst. Ein Weg vom Figurativen, das zunehmend eine Auflösung erfährt, aber nicht vollständig verschwindet.

Ihr Werdegang: Nach ihrem Studium der Kunstpädagogik an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und in Berlin war Ulrike Obal als Kunstlehrerin tätig. 1987 kam sie nach Lübeck.

In ihrem künstlerischen Schaffen arbeitete sie gern mit Acrylfarben, Pastellkreiden, Aquarellstiften, Pigmenten und Eitempera auf Papier, Karton und Leinwand. Auch einige ihrer Tondi sind in der Ausstellung zu sehen: Bilder auf runden alten Metalldeckeln.

Spielräume für die Fantasie

Die Bilder der Ausstellung stammen überwiegend aus ihrem künstlerischen Nachlass, zum Teil auch aus Privatbesitz. Sie zeigen keine konkreten Menschen und keine konkreten Landschaften, sondern lassen in ihrer Verschwommenheit das Wesen von Menschen („Frau – konzentriert“) und Landschaften („Nordsee“) und somit das Wesentliche erspüren.

Ulrike Obals Bilder sind sehr sanft zu ihren Betrachtern, haben nichts Erschreckendes, Verstörendes oder Provokatives. Durch ihre Reduktion böten sie Spielräume für die Fantasie des Betrachters, sagte die Künstlerin über ihre Arbeit. Sie wecken die Fantasie auf sehr wohltuende Art und Weise.

Info „In MemoriamUlrike Obal“. Galerie Artler, Große Burgstraße 32. Bis 1. Juni (Do. und Fr. 17 bis 19 Uhr, Sa. 12 bis 14 Uhr).

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