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Kultur im Norden Gelungener Mix aus Klassik und Clubkultur
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20:45 23.05.2018
DJ, Pianist, Komponist: Luciano Supervielle sprengt mit seiner Musik die Grenzen der Musikgenres. Quelle: Foto: Classical Beat

Damit ist dem Festival in seinem zweiten Jahr ein großes Kunststück gelungen, denn den Anspruch einzulösen, mit dem es angetreten ist, das ist gar nicht so leicht: Kompositionen der Klassik mit den Mitteln moderner Musik neu erklingen zu lassen. Vor allem, wenn dann ein junger Mann am Klavier sitzt, neben sich mit Sampler und Turntable das typische Equipment eines DJs, und plötzlich den Rhythmus des argentinischen Tangos mit elektronischen Beats unterlegt, dazu auf Spanisch und Französisch rappt und das Piano mit dem Feuer eines Latin Lovers bespielt. Luciano Supervielle heißt der Ausnahmemusiker aus Uruguay, der mit dieser ungewöhnlichen Fusion sämtliche Genregrenzen überschreitet. Und ein Publikum begeistert, das die 50 als Durchschnittsalter schon um einiges hinter sich gelassen hat – und sich von diesem Abend mit Sicherheit anderes erwartet hat.

Doch die jungen Musiker, die auf der kleinen Bühne der Laeiszhalle das Classical Beat Festival eröffnen, überzeugen mit einem Mix aus Klassik, Jazz, Elektropop und Clubkultur. In Zusammenarbeit mit erfahrenen Profis wie Franz Danksagmüller und Bernd Ruf lassen sie Eigenkompositionen und auch Neuinterpretationen klassischer Stücke hören. Zum Auftakt erklingt zeitgleich in Hamburg und in der Burger Nikolaikirche auf Fehmarn mit Etienne Abelin die Ouvertüre von Händels „Music for the Royal Fireworks“ in einer Rekomposition von Franz Danksagmüller. Die Feuerwerksmusik ist das musikalische Leitthema, das die Konzerte des Festivals verbindet. An jedem Konzertabend wird ein weiterer Satz des Stückes aufgeführt, neu interpretiert und komponiert von mehreren beim Festival gastierenden Musikern. Zum großen Finale am Sonnabend im Schuppen 6 in Lübeck wird dann die ganze Suite zu hören sein. Gespielt, improvisiert und aufgeführt von allen beteiligten Klangkünstlern. Ein Finale, das ebenso zu begeistern verspricht wie der Auftakt. ley

LN

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