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Kultur im Norden „Hänsel und Gretel“ verzauberten Lübeck
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15:32 09.12.2019
Szene aus der Premierenaufführung 2010: Andrea Stadel in der Rolle der Gretel, Patrick Busert in der Rolle der Knusperhexe und Wioletta Hebrowska als Hänsel. Quelle: Oliver Fantitsch
Lübeck

In diesem Jahr trug die Aufführung am frühen Sonnabend tatsächlich die Aura des Besonderen: Lübecks neuer GMD Stefan Vladar hat es sich nicht nehmen lassen, die oftmals dem 1. oder 2. Kapellmeister eines Opernhauses überlassenen Aufführungen selbst zu übernehmen. Dabei geizt die großbesetzte Partitur – Humperdinck war glühender Wagnerianer, ja hatte dem „Meister“ kurzzeitig in Bayreuth assistiert – nicht an Herausforderungen.

„Verteufelt schwer, das Hänselchen!“

So merkte Richard Strauss an, der die Uraufführung dirigierte: „es ist verteufelt schwer, das Hänselchen!“ Schon die Ouvertüre, die thematisch Bezug auf das folgende Bühnengeschehen nimmt, atmete bei Vladar einen geheimnisvollen Zauber, trotz des zügigen Tempos. Und im weiteren Verlauf wurde ohrenfällig, wie Vladar mit den Sängern atmete und dabei die Orchestermusiker auch zu äußerster Zurückhaltung anspornen konnte – so leise hat man die Philharmoniker im Theater lange nicht gehört. Die Delikatesse und Innigkeit des Abendsegens war nicht zu überbieten. Demgegenüber umso mehr trumpften sie dann in den Orchesterzwischenspielen und beim Hexenritt auf.

Verstaubter Zauberofen

Obwohl Herbert Adlers Inszenierung bereits von 2010 stammt, scheint sie mit dem zauberhaften Bühnenbild von Thomas Döll die Zeit recht unbeschadet überstanden zu haben. Vielleicht wären am Hexenhaus und Zauberofen einige Verbesserungen möglich. Es bleibt allen Theaterleitungen nur anzuraten, Humperdincks Märchenspiel im Repertoire zu halten. Demgemäß war die Aufführung vom Sonnabend fast ausverkauft und das Publikum begeistert. Von den Solisten seien besonders Andrea Stadel als Gretel hervorgehoben, die ihre Rolle mit großer Bühnenpräsenz auszufüllen vermochte, und Michael Gniffke als fiese Knusperhexe. Zuverlässig auch der Kinder- und Jugendchor Vocalino, der von Gudrun Schröder mustergültig vorbereitet worden war. Ein Fest!

Weitere Aufführungen am 21. und 28.12. jeweils um 18 Uhr.

Von Dieter Kroll

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