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Kultur im Norden Robert Wilson kehrt zurück ans Thalia Theater
Nachrichten Kultur Kultur im Norden Robert Wilson kehrt zurück ans Thalia Theater
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17:37 12.04.2019
Wird in Hamburg in einer Inszenierung von Robert Wilson Maria Stuart spielen: Isabelle Huppert. Quelle: Foto: Mfa+ Filmdistribution
Hamburg

Das Hamburger Thalia Theater will sich noch stärker international ausrichten. Unter der Überschrift „Thalia International“ bringt die Bühne in der neuen Saison nicht nur internationale Gastspiele nach Hamburg, sondern koproduziert auch vermehrt mit europäischen Partnern und arbeitet erstmals mit gemischten Teams und Ensembles aus verschiedenen Ländern zusammen, wie Thalia-Intendant Joachim Lux ankündigte. „Lieber mit Mut und Zuversicht Zukunft gestalten, als immer nur rückwärts gewandt angebliche Verluste zu beklagen“, sagte er.

Gastspiel eines Theatervisionärs

Nach den legendären Erfolgen von „The Black Rider“, „Alice“ und „Time Rocker“ kehrt der Theatervisionär Robert Wilson mit einem Gastspiel ans Theater zurück. Seine Inszenierung von „Mary Said What She Said“ über Maria Stuart, Königin von Frankreich und Schottland, feiert am 27. und 28. September in Hamburg ihre Deutschland-Premiere. In der Soloperformance als Maria Stuart ist die französische Schauspielerin Isabelle Huppert zu sehen. Die Regisseurin Caroline Guiela Nguyen spürt in „Saigon“ der Kolonialgeschichte im ehemaligen Französisch-Indochina nach.

Frankreichs Star Isabelle Huppert kommt nach Hamburg

Eröffnen wird die Saison Hausregisseurin Jette Steckel, die erneut einen Roman von Nino Haratischwili auf die Bühne bringt: „Die Katze und der General“ schlägt die Brücke von den Tschetschenien-Kriegen der 1990er Jahre über die Welt der Oligarchen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bis in die Community georgischer Migranten im heutigen Berlin. Mit „Hamlet“ zeigt Steckel außerdem ihre dritte große Shakespeare-Inszenierung am Thalia Theater.

Leander Haußmann ist wieder an Bord

Hausregisseur Antú Romero Nunes erzählt in „Neverland“ nach Motiven von J.M. Barries „Peter Pan“ gemeinsam mit Schauspielern aus europäischen Ländern eine heutige Geschichte über länderübergreifendes Zusammenleben und Arbeiten. Mit „Ode an die Freiheit. Ein revolutionäres Trauerspiel nach Friedrich Schiller“ wandert er mit dem Ensemble durch Schillers Textlandschaften. Erstmals ist mit „Das Buch der von Neil Young Getöteten“ eine Inszenierung eines Texts von Navid Kermani zu sehen. Leander Haußmann, der zurzeit die Premiere von „Amphitryon“ mit dem neuen Träger des Iffland-Rings Jens Harzer vorbereitet, wird auch im kommenden Jahr mit einer Inszenierung dabei sein.

Carola Große-Wilde

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