Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Kultur im Norden Jeff Beck – Zauberer auf sechs Saiten
Nachrichten Kultur Kultur im Norden Jeff Beck – Zauberer auf sechs Saiten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:05 24.06.2019
„Ich machte die seltsamsten Geräusche, die ich konnte“: Jeff Beck. Quelle: imago
London

Eines Tages kam Jeff Becks Schwester in sein Zimmer und sagte: „Es gibt einen Spinner in der Schule, er hat eine verrückte Gitarre wie deine.“ Dann schlug sie die Tür wieder zu. Der andere Spinner war ein junger Mann namens Jimmy Page, der später Led Zeppelin gründen und Rockgeschichte schreiben sollte. Seither sind die beiden miteinander befreundet. Am 24. Juni feiert Jeff Beck seinen 75. Geburtstag.

Er spielte mit verschiedenen Bands in und um London, bis ihn Page 1965 den Yardbirds als Nachfolger ihres Gitarristen Eric Clapton empfahl. Während Clapton eher als Purist galt, hatte sich Beck als Saiten-Zauberer etabliert, der bisher ungehörte Sounds mit Fingerfertigkeit, technischen Tricks und Raffinessen erzeugte. Avantgarde- und experimentelle Klänge hatten es ihm angetan. „Ich machte die seltsamsten Geräusche, die ich konnte“, bekannte er im „Rolling Stone“.

Nie in den Olymp

1966 stieß Jimmy Page als zweiter Leadgitarrist zu den Yardbirds und übernahm, als sich Beck während einer US-Tour mit der Band überwarf. Es war die erste einer Reihe von unberechenbaren Entscheidungen, die dazu führten, dass er trotz musikalischer Brillanz nie in den Olymp der Megastars aufstieg.

Dennoch zementierte er 1968 mit seinem ersten Soloalbum „Truth“ seinen Ruf als einer der großen Gitarristen seiner Zeit. Unterstützt wurde er von Rod Stewart, dem späteren Stones-Bassisten Ron Wood, The-Who-Schlagzeuger Keith Moon, dem späteren Zeppelin-Mitglied John Paul Jones. Doch nach zwei Alben als Jeff Beck Group und nur drei Wochen vor ihrem Auftritt in Woodstock löste er die Band auf.

Mit Rod Stewart auf die Bühne

Später arbeitete er in vielen unterschiedlichen Formationen mit Mick Jagger, Roger Waters, Brian May, Paul Rodgers und Stevie Wonder zusammen sowie mit Tina Turner an deren „Private Dancer“-Album. Dabei spielte er sich virtuos durch die unterschiedlichsten Musikstile von Heavy-Blues über Pop bis Rock, Funk, Trance und natürlich Jazz. Nur eines blieb: Er erfand Sounds immer wieder neu. Am 27. September wird er nach vielen Jahren noch einmal mit Rod Stewart zusammen auf der Bühne stehen, für eine Ausnahmeshow in der Hollywood Bowl in Los Angeles.

Uli Hesse,

Foo Fighters, die Toten Hosen, The Cure – beim Hurricane auf dem Eichenring konnte man die alten Helden feiern und neue entdecken. Einer hatte sogar Geburtstag. Und ein Headliner für 2020 steht auch schon fest.

24.06.2019

Der Regisseur Selcuk Cara inszeniert Udo Zimmermanns Werk über den NS-Widerstand – und schlägt den Bogen zur Gegenwart.

24.06.2019

Unter dem Titel „Gut gebrüllt Löwe“ präsentierte Schauspielerin Katja Riemann am Sonntag zusammen mit den Jazz Baltica Allstars eine ganz eigene Version vom „Karneval der Tiere“ im Maritim Seehotel.

24.06.2019