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Kultur im Norden Klassik bis Filmmusik beim Kammermusikfest
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17:53 17.05.2019
Pianistin Eveline Trenkner plant, organisiert und eröffnet das 29. Internationale Lübecker Kammermusikfest. Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

Die Werke der Scharwenka-Brüder Xaver und Philipp wieder aufzuführen und ins Bewusstsein zu rücken, war die Intention bei der Gründung des Internationalen Kammermusikfestes. „Heute spielen wir sie auch noch, aber der Blick hat sich erweitert“, sagt Evelinde Trenkner, die nach dem Tod ihres Mannes als künstlerische Leiterin Herz und Seele des Festes ist. Und so reicht in diesem Jahr das musikaische Spektrum von Mahler und Mozart bis zu Musik von Astor Piazolla, Klaus Doldinger und Hans Zimmer.

Bewährte Formel „drei mal drei“

Die bewährte Formel „drei mal drei“ gibt auch an diesem Himmelfahrtswochenende die Struktur vor: drei Künstler an drei Tagen. Den Auftakt am 30. Mai machen wie schon im vergangenen Jahr vierhändig am Flügel Evelinde Trenkner und Sontraud Speidel. Im vergangenen Sommer haben die Musikerinnen die 5. Sinfonie von Gustav Mahler auf CD eingespielt, am Donnerstag eröffnen sie mit dem 2. und 3. Satz daraus das Musikfest. Werke von Xaver Scharwenka werden danach vom Szamotuly Quartett zu hören sein. Die vier Musiker stammen ursprünglich aus Posen und haben am dortigen Konservatorium studiert. Sie treten national und international auf und haben bereits solistisch zahlreiche Wettbewerbe gewonnen. Bei den jährlichen Xaver und Philipp Scharwenka-Festspielen in Szamotuly (bis zum ersten Weltkrieg Samter), der Geburtsstadt der Brüder Scharwenka, kam der Kontakt zu den Musikern zustande. Nach der Pause ist erstmals das Solina Cello-Ensemble in Lübeck zu Gast. Katrin Banhierl hat es gegründet und lädt sich zu jedem Projekt Freunde ein. Beim Kammermusikfest werden sie Werke von Mozart und Haydn spielen.

Cellist aus Südafrika zu Gast

Am Freitag, 31. Mai, geht es weiter mit Martin Klett, Absolvent der Musikhochschule Lübeck. Er hat sich in den vergangen Jahren als Klaviersolist und Kammermusiker einen Namen gemacht. Begleitet wird er von dem südafrikanischen Cellisten Abel Selaocoe, der eigentlich schon im vergangenen Jahr kommen sollte, aber verhindert war. Er gab kürzlich eine Solo-Aufführung von Brittens Cello Suite in der Westminster Abbey Cathedral als Teil des St. Cecelia Festivals. Überdies spielt er regelmäßig mit dem BBC Philharmonic Orchestra. In Lübeck führt er mit Klett die Sonate für Violoncello und Klavier von Frank Bridge auf. Ein Heimspiel hat danach das Trio ClariNoir. Die drei Lübecker Klarinettisten spielen Mozart und eine Eigenkomposition. Auch das Minguet Quartett zählt zu den guten Bekannten beim Kammermusikfest, Clara Schumann und Johannes Brahms stehen auf ihrem Programm.

Neun Saxophone und ein Klavier

Den letzten Festivaltag eröffnet der vielfach ausgezeichnete Klaviervirtuose Jospeh Moog mit Stücken von Franz Liszt, anschließend geht es rasant weiter mit neun Saxofonen und einem Klavier – Passion du Saxophone ist zu Gast. Mit Filmmusik von Nino Rota („Der Pate“) bis Henry Mancici („Pink Panther“) endet das Kammermusikfest. „Die machen eine tolle Show, unbedingt ansehen“, empfiehlt Evelinde Trenkner.

In gewohnt launiger Art eröffnet Björn Engholm das Festival, die Moderation übernimmt wieder der Musikkritiker Jürgen Feldhoff. Und bei Häppchen und Getränken können die Besucher die drei Tage voller Musik im Kolosseum entspannt ausklingen lassen.

Das 29. InternationaleLübecker Kammermusikfestival findet vom 30. Mai bis 1. Juni im Kolosseum statt.

Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr, Einlass ab 18 Uhr. Tickets kosten je Konzert 20 Euro, ermäßigt 8 Euro. Ein Dreierticket pro Abend kostet 50 Euro. Erstmals kann man online Karten bestellen unter www.luebeck-ticket.de

Petra Haase

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